Mit Kevin Trapp als starken Rückhalt will Eintracht Frankfurt das letzte Spiel des Jahres in Augsburg gewinnen. FOTO: DPA
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Mit Kevin Trapp als starken Rückhalt will Eintracht Frankfurt das letzte Spiel des Jahres in Augsburg gewinnen. FOTO: DPA

Vorgabe: Drei Punkte

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Es wird Zeit für einen Dreier. Die Frankfurter Eintracht möchte heute in Augsburg die Serie von neun Spielen ohne Sieg beenden. Trainer Hütter jedenfalls ist optimistisch.

Vor dem letzten Bundesligaspiel in diesem merkwürdigen Kalenderjahr 2020 ist der Frankfurter Trainer Adi Hütter noch mal grundsätzlich geworden. 14 Punkte nach zwölf Partien, schon acht Remis, neun Spiele ohne Sieg, Tabellenplatz zehn - das ist Mittelmaß, Durchschnitt, nix Halbes und nix Ganzes. Und doch sagt der 50 Jahre alte Chefcoach: "Die Mannschaft macht mir, so wie sie auftritt und Fußball spielt, Spaß."

Er schaue sich sehr viele andere Begegnungen in Deutschlands Eliteklasse an, und da müsse sich sein Ensemble ganz sicher nicht verstecken, ganz im Gegenteil. "Wir spielen einen sehr gepflegten, guten Fußball", argumentiert der Österreicher, der darob in seiner Mitte ruht. "Ich spüre eine innere Zufriedenheit." Nun ist Hütter kein weltfremder Mensch, der alles rosarot sieht und die Realität ausblendet, und bestimmt weiß er auch, dass nicht alle Auftritte wirklich dufte waren. Am besten war die Eintracht immer dann, wenn sie ihr Herz auf dem Platz ließ und auch genügend kreatives Personal auf selbigem stand, um spielerische Impulse setzen zu können. Hütter betont erneut, seiner offensiven Philosophie treu bleiben zu wollen, selbst wenn er zwischenzeitlich von ihr abgerückt schien. "Ich bleibe bei meinem Spiel, ich werde hinten nicht zwei Omnibusse parken, um Tore zu verhindern. Ich stehe für attraktiven Fußball." Zuversicht saugt der Coach gerade im Hinblick auf die direkten Vergleiche mit den Konkurrenten. "Ich würde viel unruhiger schlafen, wenn wir nicht gut spielen würden, wenn uns die Gegner zerlegen, wir 0:3, 1:4 verlieren würden und keine Chance hätten."

Doch so ist es ja nicht, den Champions-League-Achtelfinalisten Borussia Mönchengladbach etwa hatte seine Mannschaft am Dienstag dominiert und beherrscht - und musste sich trotz langer Führung mit zwei Toren Unterschied mit einem 3:3 und dem fast schon obligatorischen einen Punkt zufrieden geben.

Daher hadert der Fußballlehrer mit dem bisherigen Abschneiden, was nur allzu verständlich ist: "Wir sind gebeutelt von den Ergebnissen her, sie stimmen einfach nicht. Mit etwas Fortune könnten wir ganz woanders stehen." Für Hütter steht unmissverständlich fest: "Wir hätten mehr verdient."

Vor dem letzten Spiel am Samstag in Augsburg (15.30 Uhr) und den anschließenden Mini-Weihnachtsferien (Fitnesstests 28./29. Dezember, Trainingsbeginn 30. Dezember) geht es für die Frankfurter ausschließlich darum, irgendwie einen Punkterfolg in dreifacher Ausführung zu erzielen. Alles andere ist irrelevant.

"Wir müssen jetzt mal wieder ein Spiel gewinnen und die Serie unterbrechen", fordert Hütter. Erst wenn es ein paar Siege am Stück gegeben habe, könne man andere Ziele ins Visier nehmen und "auf die Plätze" schauen, die ein internationales Startrecht garantieren würden.

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