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Vorfreude auf europäische Bühne

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(sid). Endlich mal »Topteams« in den »kleinen« Europacups: Die drei Überraschungsmannschaften der Fußball-Bundesliga wollen ihre nationale Form konservieren und am Donnerstag auch auf der europäischen Bühne glänzen. Spitzenreiter SC Freiburg, der ungeschlagene Bayern-Schreck Union Berlin und der ebenfalls noch nicht besiegte 1. FC Köln peilen einen gelungenen Auftakt in die Gruppenphase an.

»Ich habe den nötigen Re-spekt - aber wir freuen uns total«, sagte Freiburgs Trainer Christian Streich, der vor der Rückkehr der Breisgauer in die Europa League gegen die Aserbaidschaner von Qarabag Agdam (21 Uhr/RTL) nach 3192 Tagen Abwesenheit aber in gewohnter Manier warnte: »Da kommt eine Mannschaft, die jedes Jahr im Europapokal spielt. Wenn wir ein ordentliches Spiel machen, sind wir auf Augenhöhe. Wenn wir gut spielen, sind wir ein bisschen drüber.«

Der SC hatte es zuletzt im Jahr 2013 in der Gruppenphase geschafft, verpasste damals aber den Einzug in die K.-o.-Phase. Die Vorfreude auf den neuen Anlauf ist groß im Breisgau. Neben den Langzeitverletzten muss Streich auf Roland Sallai verzichten, hinter dem Einsatz von Manuel Gulde steht ein Fragezeichen. Grundsätzlich ist es Streich mit Blick auf die kommenden Wochen wichtig, Akzeptanz für seine personellen Entscheidungen zu schaffen. »Wir gehen voller Hammer in die Europa League und voller Hammer in die Bundesliga. Aber wir können nicht mit elf Spielern durchspielen«, sagte der Coach: »Wir haben die Verpflichtung, unsere Talente ranzuführen.«

Wie bei den Freiburgern herrscht auch bei den Berlinern vor dem Spiel gegen den belgischen Vizemeister Royale Union Saint-Gilloise (18.45 Uhr/RTL+) große Vorfreude. »Wir werden es einfach nur genießen«, sagte Kapitän Christopher Trimmel. Von einer Drucksituation beim ersten internationalen Auftritt im eigenen Stadion - in der vergangenen Saison war Union für die europäischen Auftritte ins Olympiastadion ausgewichen - wollte er nichts wissen: »Das pusht uns nur.« Trainer Urs Fischer kündigte eine Rotation an, die auch die Torhüterposition betreffen könnte.

Mit einem »Heimsieg« an der Cote d’Azur wollen die Kölner in die Conference League starten. Mehr als 10 000 Fans werden zum Spiel beim OGC Nizza (18.45 Uhr/RTL+) erwartet. Der französische Klub von Trainer Lucien Favre hatte das Kartenkontingent der Gäste deutlich erhöht - von 1800 auf 8000. Unter den Tribünengästen wird auch Steffen Baumgart sein. Der Trainer hatte im Playoff-Rückspiel beim FC Fehervar in Budapest (3:0) Gelb-Rot gesehen und ist für ein Spiel gesperrt, er wird von seinem Assistenten Andre Pawlak vertreten.

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