Die Bundesligisten hoffen, dass der Ball ab Mitte Mai wieder rollt. FOTO: DPA
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Die Bundesligisten hoffen, dass der Ball ab Mitte Mai wieder rollt. FOTO: DPA

Die Vorbereitungen laufen

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Die Bundesliga wartet weiter auf das Signal der Politik für eine Fortsetzung der Saison. Am 6. Mai soll eine Entscheidung fallen. Hinter den Kulissen wird intensiv auf den Tag X hingearbeitet. Das System ist fragil. Beim 1. FC Köln gibt es drei positive Coronavirus-Tests.

Im Polit-Poker um die Fortsetzung der Saison muss sich die Fußball-Bundesliga weiter in Geduld üben - doch bei den Vereinen laufen die Vorbereitungen für eine Rückkehr auf den Platz auf Hochtouren. Sollten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer bei ihrer Schalte am kommenden Mittwoch das von der Branche ersehnte Signal für den Neustart geben, könnte der Ball schon am 15. Mai oder spätestens am 22. Mai wieder rollen. Wie schmal der Grat ist, zeigte sich bereits am Freitagabend beim 1. FC Köln.

Die Rheinländer bestätigten drei positive Coronavirus-Tests. Die "Bild"-Zeitung berichtete online von zwei betroffenen Spielern und einem Physiotherapeuten. Namen wurde vom Verein nicht genannt, das Trio wurde in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt. "Die Gesundheit und die Privatsphäre unserer Spieler und Mitarbeiter hat Vorrang vor allen anderen Überlegungen", sagte FC-Geschäftsführer Horst Heldt. "Die bisherigen Maßnahmen sowie die Strategie regelmäßiger Tests haben sich dahingehend bewährt, dass wir jetzt mit individuellen Lösungen reagieren können." Der Trainingsbetrieb könne aufgrund der Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen im Gruppentraining wie geplant weiterlaufen, teilte der Klub mit. Das klang zumindest so, als wären auch der FC immer noch bereit, schnellstmöglich wieder zu spielen. Ähnlich wie in Köln waren am Donnerstag Corona-Tests bei mehreren Bundesligisten angelaufen, diese sind Teil des Konzepts der Deutschen Fußball-Liga. Fraglich bleibt, wie mit positiven Fällen verfahren wird, wenn das Mannschaftstraining wieder gestartet ist.

Als erster Klub kündigte der Tabellendritte RB Leipzig für Anfang nächste Woche die Rückkehr ins Mannschaftstraining an, sofern zwei vorherige Corona-Tests bei allen Spielern negativ ausfallen. Als möglichen Termin für den Ligastart setzte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Freitag das Wochenende vom 15. bis 17. Mai an, obwohl die Vereine zuletzt stets die Bedeutung eines zweiwöchigen Mannschaftstrainings vor einer möglichen Saison-Fortsetzung betont hatten. "Wir sind nicht in der Situation für Wunschszenarien, es hätte auch eine Woche gereicht. Wir wären auch am 9. Mai bereit gewesen", sagte Mintzlaff: "Wir brauchen das TV-Geld, um zu überleben und das ist der Grund, warum wir wieder Fußball spielen wollen."

Das 41-seitige medizinische Konzept wurde nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" noch einmal leicht modifiziert, um letzte Zweifel der Politiker und Gesundheitsexperten auszuräumen. Demnach sollen nicht nur Spieler, Trainer und Betreuer regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden, sondern auch deren Familienmitglieder. Um das Infektionsrisiko auf ein Minimum zu reduzieren, solle sich dieser große Personenkreis zudem noch stärker von der Außenwelt abschotten.

Bis zum kommenden Mittwoch sollen der Chef des Bundeskanzleramts, der Gießener Helge Braun, und die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien Beschlussvorschläge zur schrittweisen Wiederaufnahme des Sportbetriebes erarbeiten. Auf dieser Grundlage wollen die Spitzenpolitiker von Bund und Ländern "am 6. Mai sehr klare Entscheidungen fällen, in welcher Folge und in welcher Art und Weise Schule, Kita wieder möglich sind und auch unter gegebenen Bedingungen bestimmte sportliche Betätigungen", kündigte Bundeskanzlerin Merkel an.

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