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Große Sprünge wollen die BVB-Profis Raphael Guerreiro (l.) und Achraf Hakimi nach dem 4:0 gegen Leverkusen heute auch gegen den FC Barcelona machen.

BVB voller Selbstvertrauen

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Borussia Dortmund fiebert zum Start der Champions League dem Fußball-Fest gegen den FC Barcelona entgegen. Auch bei RB Leipzig herrscht große Vorfreude auf das heutige Duell bei Benfica Lissabon.

Borussia Dortmund erwartet einen Test der eigenen Leidensfähigkeit, RB Leipzig freut sich dagegen einfach auf ein "geiles Spiel": Die Voraussetzungen für die beiden ersten deutschen Starter in der neuen Champions-League-Saison sind höchst unterschiedlich, wenngleich der Name FC Barcelona im Dortmunder Signal-Iduna-Park noch viel mehr Glanz verbreitet. Ob mit oder ohne Lionel Messi - "wir werden viel leiden müssen", ist sich Kapitän Marco Reus vor dem Kracher am heutigen Dienstag (21 Uhr/Sky) sicher. Nach dem schnellen Ende des Krisengeredes durch den überzeugenden Sieg gegen Bayer Leverkusen (4:0) ist das Selbstvertrauen beim deutschen Vizemeister wieder so groß, dass Reus sogar auf einen Einsatz des "besten Spielers der Welt" von Beginn an bei Barca hofft: "Er hat Fähigkeiten, die kaum jemand hat. Ich würde mich freuen, wenn er spielen würde." Immerhin steht der fünfmalige Weltfußballer im Kader für das heutige Duell der Katalanen beim BVB.

Ungeachtet des Mitwirkens des angeschlagenen Messi (Wade) will sich der BVB auf seine eigenen Stärken besinnen. "Wir müssen mutig sein und unser Spiel selbst durchdrücken", sagte Reus. Man sei selbstbewusst genug, um zu sagen, "dass wir dieses Spiel gewinnen wollen". Der eher zurückhaltende Lucien Favre lauschte den Worten seines Führungsspielers und ging dann selbst verbal in die Offensive. "Wir werden da sein", versicherte der Coach, der 1991 in Barcelona unter Johan Cruyff hospitierte und sich seitdem vom Spielstil der Katalanen mit dem teils erdrückenden Ballbesitz-Fußball "inspirieren" ließ.

Auf diesen hat sich der BVB beim ersten Duell mit dem spanischen Meister seit 21 Jahren eingestellt. "Es wird Phasen geben, in denen wir längere Zeit nicht den Ball haben werden. Wir werden viel laufen und viel verteidigen müssen", sagte Lizenzspielerchef Sebastian Kehl.

Dass sich bei den Katalanen ausnahmsweise einmal nicht alles um Messi und seine Wade dreht, liegt an einem Teenager aus Guinea-Bissau. Anssumane Fati, genannt Ansu, ist 16 Jahre alt und das nächste Wunderkind aus der Zaubererschmiede La Masia. Er durfte am Samstag gegen den FC Valencia (5:2) nur mit Zustimmung seiner Eltern spielen. Er erzielte mit seinem ersten Ballkontakt das 1:0, bereitete mit dem zweiten das zweite Tor vor und hätte mit dem dritten fast das dritte gemacht. "Ein Star ist geboren", jubelte die Sportzeitung "Marca".

Die Reise in die Stadt des Lichts soll heute (21 Uhr/DAZN) für RB Leipzig in jedem Fall mit einem Sieg über Portugals Rekordmeister Benfica Lissabon enden. "Ein geiles Spiel. Zwei gute Mannschaften, wir freuen uns natürlich sehr", sagte RB-Spielmacher Emil Forsberg: "Wir wollen unbedingt gewinnen, das ist unser Ziel. Dafür braucht es 100 Prozent und wir dürfen keine Geschenke verteilen. Da müssen wir sehr konzentriert agieren." Die Ansprüche des Schweden decken sich mit der offiziellen Zielsetzung des Klubs. Die Erwartungen sind erfüllt, "wenn wir das erste Mal in der Klubgeschichte die Gruppenphase überstehen", sagte Trainer Julian Nagelsmann dem "kicker". Der Gegner sei aber gefährlich, "Benfica wird seit Jahren in Portugal Meister und spielt in Champions League und Europa League sehr erfolgreich", mahnte Nagelsmann. Bei der Rückkehr auf die große Bühne peilen die Sachsen ein besseres Abschneiden als beim Europa-Debüt in der Saison 2017/2018 an. Damals war nach der Gruppenphase Schluss. Klar, dass sich die Spieler daran erinnern und zum Start keinen Zweifel aufkommen lassen wollen. "Das ist ein sehr großes Spiel für uns. Wir wollen natürlich alles aus dieser Gruppe rausholen, was möglich ist", sagte Torhüter Peter Gulacsi.

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