Volle Kraft Richtung Europa

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(sid). Nur die Bayern sind besser - um einen mickrigen Punkt. Und so wundert es beim Blick auf die Formtabelle der zurückliegenden sechs Spiele nicht, dass Adi Hütter die Ansprüche nach oben geschraubt hat. »Natürlich möchten wir - wie viele andere Vereine auch - um die internationalen Plätze mitspielen«, sagte der Trainer von Eintracht Frankfurt im Anschluss an das 2:2 (1:1) beim SC Freiburg.

Der beeindruckende Hinrunden-Endspurt mit vier Siegen und zwei Unentschieden hat das Vertrauen in das eigene Können derart gestärkt, dass der Ausblick Hütters auf die zweite Saisonhälfte in der Fußball-Bundesliga sogar als Drohung an die Konkurrenz verstanden werden kann. »Ich gehe davon aus, dass wir eine gute Rückrunde spielen werden«, prophezeite der Österreicher.

Falls Hütter Recht behält, könnte es für die Hessen in dieser Saison sogar zum großen Wurf reichen. Schließlich haben die Frankfurter, die mit nur zwei Niederlagen in der Hinrunde zu den vier Topteams in dieser Kategorie zählt, lediglich zwei Punkte Rückstand auf Platz vier. Wenn die Eintracht ihre derzeitige Form konservieren kann, winkt dem Traditionsverein die erste Teilnahme an der Champions League.

Derzeit spricht vieles dafür. Denn während die Konkurrenz schwächelt, präsentiert sich die Mannschaft Hütters (»Wir haben uns spielerisch weiterentwickelt«) nun schon über einen langen Zeitraum auf Topniveau. Auch das Remis in Freiburg fällt in diese Rubrik, da der ebenfalls stark auftrumpfende Sport-Club in eben jener Tabelle der vergangenen sechs Partien hinter Bayern München und Frankfurt immerhin auf Platz drei rangiert.

Der Treffer von Amin Younes (6.) und das Eigentor von Keven Schlotterbeck (75.) sorgten für das Unentschieden in der flotten Begegnung, der eingewechselte Superjoker Nils Petersen (63.) und Roland Sallai (32.) waren für die Freiburger erfolgreich.

»Uns zeichnet seit mehreren Wochen aus, dass wir über 90 Minuten konstant guten Fußball spielen«, sagte Abwehrchef Martin Hinteregger: »27 Punkte nach der Hinrunde sind Frankfurt noch nicht oft gelungen, das ist absolut gut. Wir sind voll dabei im Kampf um die internationalen Plätze.« Für SC-Trainer Christian Streich ist das keine Überraschung: »Was Eintracht Frankfurt zu bieten hat, ist fußballerisch derzeit mit das Beste in der Liga.«

Für die Eintracht spricht zudem, dass sie sich ohne Europacup-Belastung voll auf die Liga konzentrieren kann. Und sollte Star-Rückkehrer Luka Jovic wie erwartet in Fahrt kommen, müssen sich die Rivalen warm anziehen. Hütter freut sich jedenfalls schon darauf. »Luka möchte ich langsam aufbauen, damit er wieder zu seiner alten Leistungsstärke kommt«, sagte der Coach: »Mit ihm sind wir noch variabler und gefährlicher.«

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