Vogel-Urteil löst Empörung aus

(sid). Das Echo aus dem Frauen-Fußball war laut und deutlich. Wie bitteschön könne »das Trainieren eines Frauen- oder Mädchenteams als eine Strafe festgelegt« werden, wollten die Fußballerinnen der 1. und 2. Bundesliga in einem Offenen Brief wissen und forderten den DFB auf, »aktiv zu werden«.

Auslöser des Wirbels war ein beleidigender Satz von Heiko Vogel, dem Trainer der Regionalliga-Mannschaft von Borussia Mönchengladbach, gegenüber einer Schiedsrichter- Assistentin Vogel wurde vom Westdeutsche Fußballverband (WDFV) mit einer Geldstrafe in Höhe von 1500 Euro und einem Innenraum-Verbot für zwei Spiele bestraft. Zudem sei ihm »auferlegt« worden, so formuliert es der WDFV, sechs Trainingseinheiten einer Frauen- oder Mädchenmannschaft zu leiten. Auch der WDFV sieht diesen Punkt inzwischen kritisch und veranlasste, das Urteil durch das Verbandsgericht überprüfen zu lassen.

Gladbachs Sportdirektor Max Eberl hatte dagegen am Freitag dementiert, dass es sich bei dem Training um eine »Strafe« handelt. Vogel habe »definitiv einen Fehler gemacht«, was er an der Seitenlinie gesagt habe, »missbilligen wir im Verein«. Das Training habe Vogel aber im Zuge der Verhandlung selbst angeboten.

Vanessa Arlt als Schiedsrichter-Assistentin des besagten Spiels gab an, Vogel hätte »Frauen haben auf dem Fußballplatz einfach absolut nichts zu suchen« beim Verlassen des Platzes gesagt.

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