Der Franzoe Arnaud Demare (Mitte) holt sich beim Giro schon den vierten Etappensieg. FOTO: AFP
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Der Franzoe Arnaud Demare (Mitte) holt sich beim Giro schon den vierten Etappensieg. FOTO: AFP

Vierter Erfolg für Démare

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(dpa). Sprinter Arnaud Démare dominiert auch in der zweiten Woche den Giro d’Italia der Radprofis. Der Franzose gewann am Mittwoch nach 182 weitgehend flachen Kilometern von Sant Elpidio nach Rimini souverän im Schlusssprint und distanzierte seine Rivalen um Vortagessieger Peter Sagan und Alvaro Hodeg. Für den endschnellen Démare war es auf der elften Etappe, die an der Adria entlang führte, bereits der vierte Etappensieg bei diesem Giro.

Démare hat damit alle Sprintankünfte nach Flachetappen gewonnen. "Ich habe im Finish so eine Stärke gespürt. Vier Siege hätte ich nie erwartet", bilanzierte der Sieger. Als bester Deutscher belegte Rick Zabel den fünften Platz, direkt hinter ihm landete Nico Denz auf dem sechsten Rang. Ebenfalls zeitgleich mit Demare kam der Portugiese Joao Almeida auf Rang 22 ins Ziel, er behielt damit das Rosa Trikot des Gesamtspitzenreiters. Almeidas Vorsprung in der Gesamtwertung auf seinen niederländischen Verfolger Wilco Kelderman beträgt vor dem zwölften Teilstück rund um Cesenatico unverändert 34 Sekunden.

Tags zuvor war die Italien-Rundfahrt kurzzeitig im Corona-Chaos versunken. Gleich acht positive Tests sorgten nicht nur für Einzelausstiege, sondern auch für das Aus der Rennställe Mitchelton-Scott und Jumbo-Visma um den Deutschen Tony Martin.

Ackermann verpasst Top-Platzierung

Pascal Ackermann (Kandel) hat indes beim traditionellen Eintagesrennen Scheldeprijs wegen einer Strafe eine Spitzenplatzierung verpasst. Der Profi vom Team Bora-hansgrohe fuhr nach 173 km hinter dem Australier Caleb Ewan (Lotto-Soudal) als Zweiter über den Zielstrich, wurde dann aber ans Ende der ersten Gruppe zurückversetzt. Ackermann soll laut Rennleitung im Massensprint den Sturz eines anderen Fahrers verursacht haben.

Sein sportlicher Leiter Steffen Radochia sieht das anders. "Aus meiner Sicht ist das klar die falsche Entscheidung", sagte der 41-Jährige: "Pascal hat ein Loch gefunden und dann seinen Sprint gestartet, ohne einen Fahrer zu berühren. Leider hat dann ein Fahrer sein Hinterrad berührt und ist gestürzt. Es war ein Rennvorfall, den man ziemlich oft sieht."

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