Arnd Peiffer
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Bester Deutscher über 10 Kilometer in Tschechien: Arnd Peiffer.

Weltcup in Nove Mesto

Viele Schießfehler kosten Biathleten Podest in Tschechien

Zu viele Schießfehler kosten die deutschen Biathleten in Nove Mesto einen Platz auf dem Podest. Olympiasieger Arnd Peiffer ist im vorletzten Sprint des WM-Winters mal wieder der beste seines Teams.

Nove Mesto (dpa) - Arnd Peiffer kauerte entkräftet im Ziel und rang nach Luft. Ein Schießfehler und eine nur ordentliche Laufzeit waren im Sprint in Nove Mesto zu wenig, um seinen Podest-Coup aus der Vorwoche zu wiederholen.

Als 13. war der Olympiasieger über zehn Kilometer beim Sieg des Franzosen Quentin Fillon Maillet trotzdem erneut der beste Deutsche. Alle sechs DSV-Skijäger mussten unter Flutlicht mindestens einmal in die Strafrunde, während die Konkurrenz in Tschechien am Schießstand weniger Probleme hatte.

«Mir war heute klar, dass ich die null Fehler brauche. Mein Anspruch ist das immer», sagte Peiffer im ZDF: «Leider ist mir das nicht gelungen. Wenn ich null geschossen hätte, dann wäre ich zufrieden gewesen. Abgesehen von dem einen Fehler hab ich mir nichts vorzuwerfen.» Er habe «einen ordentlichen Job gemacht», sagte er.

Im ersten Sprint an gleicher Stelle vor einer Woche hatte sich der 33-Jährige noch ohne Fehler den dritten Rang gesichert. Doch dieses Mal zeigten sich die Norweger und Franzosen zum einen nervenstärker und zum anderen auch in der Loipe ein bisschen besser in Form. Peiffer hatte im Ziel 46,1 Sekunden Rückstand, hinter Fillon Maillet sicherten sich hingegen die ebenfalls fehlerlosen Tarjei Bö (Norwegen) und Lukas Hofer (Italien) die Plätze zwei und drei.

Zweitbester Deutscher wurde Benedikt Doll auf Rang 15. Der 30-Jährige führte zwischenzeitlich sogar, vergab einen durchaus möglichen Podestplatz aber im Stehendschießen. Zwei Fehler verhinderten, dass es für ganz vorne reichte. Eine starke Laufleistung mit der viertbesten Zeit sicherte dem Schwarzwälder, der 2017 in Hochfilzen WM-Gold in dieser Disziplin gewonnen hatte, aber immerhin eine halbwegs ordentliche Ausgangsposition für das Verfolgungsrennen am Samstag. «Am Schießstand fehlt mir die Ruhe beim ersten Schuss. Das darf nicht passieren. Schade», sagte Doll: «Ich versuche mich zu konzentrieren, aber es ist schon viel Hektik dabei.»

Während es Erik Lesser (1 Fehler) als 19. und Roman Rees (1) als 27. sicher in das Jagdrennen schafften, verpassten gleich zwei Teamkollegen die Qualifikation für den Wettkampf der besten 60 im Sprint. Philipp Horn (3) musste sich bei seinem Weltcup-Comeback als 83. begnügen. Auch Johannes Kühn (3) enttäuschte auf Rang 73.

Gar nicht erst starten durfte Andrejs Rastorgujevs aus Lettland wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Anti-Doping-Regeln. Der 32-Jährige wurde vorläufig suspendiert, wie die zuständige Biathlon Integrity Unit (BIU) mitteilte. Grund dafür sind drei verpasste Doping-Tests in den vergangenen zwölf Monaten. Der dreimalige Europameister Rastorgujevs, der im Weltcup noch nie gewinnen konnte, hat nun zwei Wochen Zeit, um auf die Entscheidung zu reagieren.

Weiter geht es in Nove Mesto am Freitag (17.30 Uhr/ZDF und Eurosport) mit dem Sprint der Frauen. Bis Sonntag stehen auf den WM-Strecken von 2013 noch Verfolgungsrennen und Mixed-Wettbewerbe auf dem Programm, ehe kommende Woche das Saisonfinale in Schweden stattfindet.

© dpa-infocom, dpa:210311-99-784950/3

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