Bundesliga am Freitag

Viel Zündstoff, wenig Vorfreude

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(sid). Es flogen Pyros und Fäuste, es drohten Spielabbruch und Platzsturm: Das Berliner Stadtduell in der Fußball-Bundesliga zwischen Hertha BSC und Union Berlin geriet in der Hinrunde zum Skandal-Derby - und ist in dieser Form bei der Neuauflage heute (20.30 Uhr/DAZN) ausgeschlossen. Angesichts von 74 000 unbesetzten Sitzschalen im Olympiastadion und scharfer Kritik der Fanszene an Geisterspielen steht das vermeintliche Fußballfest aber wieder unter keinem guten Stern. Die Vorfreude hält sich in Grenzen.

"Die Rahmenbedingungen sind andere, deshalb ist es ein anderes Derby", sagte Herthas neuer Trainer Bruno Labbadia. Die Blau-Weißen haben etwas gutzumachen, die desolate Leistung und das 0:1 beim Köpenicker Rivalen wirkten im Verein lange nach. Die Tabellennachbarn würden nun mit einem Sieg einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Es gehe um drei Punkte, sagte Labbadia, "und die können wir sehr gut gebrauchen." Der neue Trainer sieht seine Mannschaft, die ohne die verletzten Karim Rekik und Marius Wolf auskommen muss, nicht als Favoriten.

Bei Aufsteiger Union ist man heilfroh, dass Cheftrainer Urs Fischer wieder auf der Bank sitzt. Der Schweizer hatte in der vergangenen Woche das Quarantäne-Camp wegen eines Todesfalls in der Familie verlassen. Nach zwei negativen Corona-Tests ist er wieder dabei.

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