Sebastian Vettel hat am Dienstag erste Testfahrten mit einem 2018er-Ferrari absolviert. FOTO: DPA
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Sebastian Vettel hat am Dienstag erste Testfahrten mit einem 2018er-Ferrari absolviert. FOTO: DPA

Vettel zurück auf Rennstrecke

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(dpa). Sebastian Vettel ist nach seinem feststehenden Aus bei Ferrari mit der Scuderia erstmals nach der Corona-Zwangspause auf die Rennstrecke zurückgekehrt. Der viermalige Formel-1-Weltmeister absolvierte am Dienstag auf dem Kurs im italienischen Mugello genau wie sein Teamkollege Charles Leclerc einen Test vor dem Saisonstart am 5. Juli in Österreich. Auf einem vom Werksteam via Twitter verbreiteten Foto ist der 32-Jährige aus Heppenheim in einem Ferrari SF71H aus dem Jahr 2018 in der Garage zu sehen. Das aktuelle Fahrzeug kam aufgrund der geltenden Regularien nicht zum Einsatz.

Für Ferrari und den Hessen Vettel geht es bei den Testfahrten darum, sich schnell auf die neuen Bedingungen während der Coronavirus-Krise einzustellen. Der knapp vier Monate verspätete Saisonstart ist nur durch ein strenges Hygienekonzept möglich. Dafür müssen die Teams auch Abstandsregeln einhalten und mit personell deutlich verkleinerter Mannschaft zurechtkommen. Die neuen Abläufe gilt es zu verinnerlichen. Mit ähnlichen Tests hatte sich auch Branchenführer Mercedes um Weltmeister Lewis Hamilton auf den Auftakt eingestimmt.

Vettel wird Ferrari am Saisonende nach dann sechs Jahren verlassen. Die sportliche Zukunft des Ex-Champions ist weiter offen. Auch ein Rücktritt des einstigen Dauersiegers ist nicht ausgeschlossen.

Rund um die ersten beiden Rennen im österreichischen Spielberg im Juli sollen zwischen 10 000 und 12 000 Coronavirus-Tests durchgeführt werden. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA am Dienstag berichtete, sieht das Konzept vor, dass die Proben zweimal täglich in ein Analyselabor in Ebersberg östlich von München transportiert werden. Dort werde dann sieben Tage in der Woche 24 Stunden ausgewertet. Innerhalb von 16 bis 24 Stunden nach der Probenentnahme sollen die Resultate feststehen. Entnommen werden die Proben mittels Abstrich aus der Nase. Zwei Teststationen sind inzwischen an der Rennstrecke in Betrieb.

Fans werden bei den WM-Läufen in der Steiermark am 5. und 12. Juli nicht dabei sein. Auch danach wird es zunächst nur Geisterrennen geben, doch auch diese sind bereits eine Herausforderung. "Alle, die am Ring arbeiten - das sind in der Summe 3000 Leute, die sich in der roten Zone bewegen - dürfen ihren Arbeitsbereich nur mit einem negativen Covid-19-Bescheid betreten, der nicht älter als vier Tage ist", sagte Siegfried Schnabl, Geschäftsführer von Eurofins Genomics Österreich und Osteuropa und verantwortlich für Spielberg, der APA. Das auf DNA-Analytik spezialisierte Unternehmen hatte die Ausschreibung des Automobilverbands FIA für die ersten drei Grand Prix 2020 in Österreich und Ungarn für sich entschieden.

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