Max Verstappen von Red Bull hinterlässt auf dem Spielberg im freien Training zum zweiten Grand Prix von Österreich einen starken Eindruck. DPA
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Max Verstappen von Red Bull hinterlässt auf dem Spielberg im freien Training zum zweiten Grand Prix von Österreich einen starken Eindruck. DPA

Vettel hechelt hinterher

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(sid). Sebastian Vettel musste sich nach dem enttäuschenden Auftakt in Spielberg aufrappeln - doch nun droht an gleicher Stelle der nächste Wirkungstreffer. Im lahmenden Ferrari fuhr der Hesse auch im freien Training zum zweiten Grand Prix von Österreich meilenweit hinterher, zwei Sekunden fehlten am Freitag auf die Spitze. Diese hatte Red-Bull-Star Max Verstappen inne, der sich mit 43 Tausendstelsekunden vor Valtteri Bottas im Mercedes durchsetzte.

Weltmeister Lewis Hamilton klagte über Probleme mit seinem Silberpfeil und reihte sich erst auf Rang sechs ein. Vettel lag indes so ungewöhnlich weit hinten, weil seine schnellste Runde wegen Überfahrens der Streckenbegrenzung gestrichen wurde - auch mit dieser Zeit wäre Vettel aber allenfalls im Mittelfeld gelandet, knapp hinter seinem Teamkollegen Charles Leclerc. Der Monegasse wurde mit einer Sekunde Rückstand auf Verstappen Neunter.

Für Ferrari scheint damit das befürchtete Szenario wahr zu werden: Die Updates am Auto lösen die Probleme vom vergangenen Rennen nicht einmal ansatzweise, auch an diesem Wochenende (So., 15.10 Uhr/RTL und Sky) scheint der SF1000 nicht konkurrenzfähig. Und das könnte für Vettel in diesem Schicksalsjahr, an dessen Ende er Ferrari verlassen muss, zum Dauerproblem werden. Findet die Scuderia keinen Dreh, dann wird der Deutsche sich nicht für einen neuen Arbeitgeber empfehlen können - wobei die Situation momentan ohnehin verfahren wirkt.

Erst am Donnerstag hatte Vettel deutlich gemacht, wie attraktiv eine Rückkehr zu Red Bull wäre. Doch sein Ex-Team zeigt ihm derzeit wiederholt die kalte Schulter. "Keinen Platz" im Team habe man momentan, sagte Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko.

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