Ralf Rangnick
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Verwirrspiel um Ralf Rangnick

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(sid). Ralf Rangnick klatscht in die Hände und grinst, sein Jackett ist künstlich in Milans Klubfarben Rot und Schwarz getaucht. Das Cover der "Gazzetta dello Sport" hat am Dienstagmorgen das enthüllt, worüber seit Monaten verhandelt wurde: Rangnick hat jetzt offenbar das Sagen beim AC Mailand. "É FATTA!", steht in fetten Großbuchstaben über Rangnicks Bild, "es ist vollbracht!".

Aber ist es das wirklich? In einer ersten Reaktion dementierte der 62-Jährige bei Sport1 eine finale Einigung mit dem Wort "Nein". Auch von Klubseite gab es zunächst keine Bestätigung. Doch diverse italienischen Medien sind sich einig: Rangnick erhält beim italienischen Renommierklub einen Dreijahresvertrag - und eine noch nie da gewesene Machtfülle. Der frühere Architekt des Projekts RB Leipzig soll bei den Lombarden Trainer und Sportdirektor werden. Der für gewöhnlich gut informierte TV-Journalist Gianluca di Marzia zählte auch noch den Posten des Leiters der medizinischen Abteilung zu Rangnicks Aufgabengebiet dazu.

Für den "Architekten" Rangnick ist der 18-malige italienische Meister eine sehr reizvolle Aufgabe. Der Klub hat einen großen Namen und ein enormes Potenzial, steckt aktuell aber in einer Krise und ist offen für Reformen. Dafür ist Rangnick, der RB Leipzig als Sportdirektor und Trainer von der Regionalliga bis in die Champions League geführt hat, genau der richtige Mann.

Für den aktuellen Trainer Stefano Pioli wäre kein Platz mehr, und auch Klub-Ikone Paolo Maldini müsste sich von seinem Sportdirektor-Posten verabschieden. Der Verein will Maldini zwar als Vizepräsidenten halten, doch eine Zusammenarbeit mit Rangnick erscheint unmöglich. "Bevor er Italienisch lernt, sollte er Re-spekt lernen", hatte Maldini vor einiger Zeit über Rangnick gesagt. FOTO: DPA

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