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Red-Bull-Pilot Max Verstappen lässt zum Auftakt in Bahrain die Funken fliegen.

Verstappen der Mann des Tages

  • VonSID
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Mick Schumacher lässt in der Wüste von Sakhir seinen Teamkollegen hinter sich. Vorne deutet sich ein packendes Rennen zum Saisonauftakt der Formel 1 mit einem Duell zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen an.

Lewis Hamilton verlor einen echten Mehrkampf um die Spitze, Sebastian Vettel hatte mit diesem allerdings nichts zu tun - und ganz hinten im Feld zeigte Debütant Mick Schumacher auch in einem langsamen Auto, dass er ein schneller Rennfahrer ist: Das freie Training der Formel 1 in Bahrain hat Hoffnungen auf einen engen Saisonauftakt am Sonntag (17 Uhr MESZ/Sky) geschürt.

Mann des Tages in der Wüste von Bahrain war Max Verstappen, der Red-Bull-Star bestätigte mit der Bestzeit in 1:30,847 Minuten seinen leichten Favoritenstatus - kam allerdings längst noch nicht an seinen Topwert von den Testfahrten (1:28,960) vor zwei Wochen an gleicher Stelle heran.

Dort hatten Mercedes und Weltmeister Hamilton mit einigen Problemen gekämpft, und diese scheinen noch nicht gänzlich ausgeräumt. Zwar waren die schwarzen Silberpfeile nun deutlich stabiler unterwegs, Rang zwei schnappte sich allerdings Lando Norris, der damit die Test-Eindrücke stärkte: McLaren könnte zur Überraschung der Saison werden. Als Dritter reihte sich Hamilton ein. »Es hätte schlimmer sein können«, sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei Sky: »Es wird ein richtiger Kampf mit Red Bull über die Saison hinweg. Im Moment sehen wir sie noch ein bisschen vorne.«

Aber auch hinter Hamilton ging es denkbar knapp und ziemlich abwechslungsreich weiter: Ferrari-Neuzugang Carlos Sainz belegte Rang vier vor Valtteri Bottas im zweiten Mercedes, auch AlphaTauri und Vettels Aston-Martin-Team waren nicht allzu weit weg von der Spitzengruppe.

Vettel unterlief in seinem neuen Auto auf der einzigen schnellen Runde allerdings ein Fahrfehler in der letzten Kurve, der sehr viel Zeit kostete, am Ende stand Platz 14 - was mindestens möglich gewesen wäre, zeigte sein Teamkollege Lance Stroll als Achter. »Bremsen, lenken, wie das Auto gefahren werden will«, sagte Vettel später: »Ich muss mich immer noch an ein paar Dinge gewöhnen, aber jede Runde tut mir gut. Gerade im Qualifying sollte es noch einen Schritt vorangehen.«

Zumindest zeigte sich Aston Martin im Vergleich zu den Testfahrten deutlich verbessert, dort hatten beide Piloten über viele technische Probleme geklagt, diese blieben nun aus. Das Team, bis zuletzt unter dem Namen Racing Point, will auf der starken Basis des Vorjahres aufbauen und erhofft sich Podestplätze.

Ganz andere Ziele verfolgt im hinteren Feld Mick Schumacher. Im unterlegenen Haas-Boliden überzeugte er dennoch auf Anhieb. Als 18. ließ er nicht nur seinen Teamkollegen Nikita Masepin hinter sich, auch Nicholas Latifi im eigentlich stärkeren Williams sortierte sich hinter dem 22-Jährigen ein.

Vor dem Qualifying am Samstag (16 Uhr MESZ) scheint das Kräfteverhältnis an der Spitze noch offen. Erstmals seit 2014 hat Mercedes nicht die beste Zeit im ersten Training des Jahres gesetzt, überhaupt ging es eng zu: Zwischen Verstappen und Vettel auf Rang 14 lag nicht mal eine Sekunde. Seit Jahren hofft die Formel 1 darauf, dass das Mittelfeld den Abstand auf die Spitze verkürzt - zumindest in den ersten 120 Minuten der Saison war das nun der Fall.

Unterdessen wird Nico Hülkenberg (33) in dieser Saison als »Ersatzfahrer für Aston Martin und bei ausgewählten Rennen auch für Mercedes« in der Formel 1 dabei sein. Das bestätigte der Emmericher als TV-Experte beim Sender Servus-TV. Er wird aber auch weiter fürs Fernsehen arbeiten. Er habe dieses Jahr »also ein bisschen eine Dreierrolle«, sagte Hülkenberg, der nach seinem Vertragsende bei Renault nach der Saison 2019 kein Stammcockpit mehr bekommen hatte.

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