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Helfer räumen den Schnee von den Tribünen, heute sollen in Cortina d’Ampezzo endlich die ersten beiden Wettbewerbe ausgetragen werden.

Verschiebungen keine Ausnahme

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(sid). Die deutschen Skirennläufer gehen mit den bisherigen Verschiebungen bei der WM in Cortina d’Ampezzo erwartungsgemäß gelassen um. »Als Abfahrer ist man das gewohnt, da wird immer mal ein Rennen verschoben«, sagte Thomas Dreßen zum Terminchaos, das erst zu viel Schnee am Montag und danach Nebel am Dienstag verursacht hatten. Die für Mittwoch geplante Kombination der Männer wurde wegen der Wetterprognosen auf den kommenden Montag verschoben, am heutigen Donnerstag sollen nun beide Super-G-Rennen (ab 10.

45 Uhr/live ARD) ausgetragen werden.

»Wir wussten schon bei der Anreise, dass das Programm ein bisschen verzwickt werden wird«, sagte Routinier Romed Baumann, der die Organisatoren lobte, dass die Rennen »ordentlich« verschoben würden und nicht nach dem Motto »probieren wir’s mal« gehandelt werde. Nur beim Super-G der Frauen am Dienstagnachmittag versuchte die Rennjury zu retten, was nicht zu retten war, sagte das Rennen aber nach eineinhalbstündigem Warten wegen Nebels schließlich ab und setzte es für Donnerstag neu an.

Änderungen am Programm sind freilich alles andere als ungewöhnlich. Richtig dramatisch war es 1993 im japanischen Morioka, als der anhaltende Schneefall und Regen alle Pläne über den Haufen warfen und am Ende sogar der immer wieder verschobene Super-G der Männer ersatzlos gestrichen werden musste. Die zwei Jahre später in der spanischen Sierra Nevada geplante WM wurde drei Tage vor dem Auftakt komplett abgesagt - in den Bergen mit Blick auf Afrika lag kein Schnee. Die Titelkämpfe wurden ein Jahr später nachgeholt.

Wetterkapriolen sorgten auch 2001 in St. Anton/Österreich für ein Terminchaos. Die Abfahrt der Männer fand damals erst am Mittwoch der zweiten Woche statt, einen Tag vorher wurden die Kombination der Männer und die Abfahrt der Frauen durchgezogen. Möglich war dies, weil in St. Anton zum ersten Mal die Auflage galt, dass WM-Orte zumindest für die schnellen Disziplinen (Abfahrt, Super-G) getrennte Pisten für Männer und Frauen zur Verfügung stellen müssen. Eine Vorschrift, die nun auch Cortina zugutekommt. Abgesehen vom Super-G der Männer 1993 fiel trotz wiederholter Wetterkapriolen nur noch eine weitere WM-Entscheidung dem schlechten Wetter zum Opfer: Bei der WM 2009 in Val d’Isere/Frankreich wurde wegen terminlicher Probleme der Teamwettbewerb aufgegeben. In Cortina ist derlei noch nicht vorgesehen - allerdings: In die verbliebenen elf WM-Tage müssen nun 13 Rennen gepresst werden.

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