Domagoj Duvnjak vom THW Kiel ist der herausragende Spieler Kroatiens. FOTO: AFP
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Domagoj Duvnjak vom THW Kiel ist der herausragende Spieler Kroatiens. FOTO: AFP

Der den Unterschied macht

(sid). Eine Wette, das versicherte Domagoj Duvnjak vor dem Duell gegen seine Kieler Teamkollegen Patrick Wiencek und Hendrik Pekeler, werde es nicht geben. "Wir werden wahrscheinlich noch einen Kaffee trinken gehen." Anschließend wird die Freundschaft der Handballer für 60 Minuten ruhen. Duvnjak, Kroatiens begnadeter Kapitän, will sein Team am Samstag (20.30 Uhr/ZDF) gegen Deutschland gen EM-Halbfinale werfen.

"Wir haben vier Spiele, vier Siege und sind in guter Form", sagte "Dule". In guter Form ist vor allem er. Duvnjak, mit fünf Treffern zum Hauptrundenauftakt gegen Österreich (27:23) einmal mehr bester Kroate, ist einer jener Spieler, die in jeder Mannschaft den Unterschied machen könnten.

Von diesem Speziellen profitieren die Kroaten seit Jahren. Bei den letzten 18 Großturnieren landeten sie unter den besten sechs Teams, der Sprung nach ganz oben gelang allerdings nie. Das soll sich möglichst bald ändern. 2020 wäre dafür wie gemalt, ist es doch das Jahr des Abschieds von Trainer-Ikone Lino Cervar. Der 69-Jährige war schon kroatischer Coach, als das stolze Balkanland 2003 Weltmeister wurde und sich 2004 mit Olympia-Gold krönte. Sein Spitzname "Magier von Umag" ist in der Szene längst geflügeltes Wort.

"Lino ist ein überragender Trainer", sagte Duvnjak der "Handballwoche": "Wir möchten ihm gerne eine schöne Medaille zum Abschied schenken. Er hat das verdient." Die ganz große Abschiedssause soll im Sommer in Tokio steigen - sofern sich die Kroaten qualifizieren. Doch nach den starken Leistungen im bisherigen Turnierverlauf und angetrieben von ihren heißblütigen Fans scheint auch der EM-Titel, es wäre ihr erster, in Reichweite.

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