Benfica Lissabon

Unter Trainer Bruno Lage geht es nur noch bergauf

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Wer sich zurzeit mit Benfica Lissabon beschäftigt, der kommt an einem jungen Mann natürlich nicht vorbei. Dem 19-jährigen Riesentalent mit der Zahnspange, dem im Moment alles zu gelingen scheint: Joao Felix. Drei Tore und eine Vorlage gelangen dem Angreifer vor Wochenfrist beim 4:2 im Europa-League-Hinspiel gegen Eintracht Frankfurt, dazu lieferte er einige Zuspiele derart präzise, dass selbst die Frankfurter Entourage anschließend in Lobeshymnen über den Teenager ausbrach.

Wer sich zurzeit mit Benfica Lissabon beschäftigt, der kommt an einem jungen Mann natürlich nicht vorbei. Dem 19-jährigen Riesentalent mit der Zahnspange, dem im Moment alles zu gelingen scheint: Joao Felix. Drei Tore und eine Vorlage gelangen dem Angreifer vor Wochenfrist beim 4:2 im Europa-League-Hinspiel gegen Eintracht Frankfurt, dazu lieferte er einige Zuspiele derart präzise, dass selbst die Frankfurter Entourage anschließend in Lobeshymnen über den Teenager ausbrach.

Joao Felix scheint auf dem besten Weg zum Superstar. Am Sonntag schoss er beim 4:2-Erfolg seines Klubs in der Liga gegen Setubal einen weiteren herrlichen Treffer – um anschließend beim Jubeln in ein kuschligen Austausch mit einem Balljungen hinter dem Kasten zu gehen. Sie strahlten übers ganze Gesicht, die beiden Brüder, der 19-jährige Joao und der drei Jahre jüngere Hugo, der bei Benfica in der Jugend kickt. Den rasanten Aufstieg im Frühjahr 2019 hat Joao Felix auch dem in ihn gesetzten Vertrauen von Trainer Bruno Lage zu verdanken. Denn erst seitdem der 42-Jährige bei Benfica das Sagen hat, ist der Ausnahmefußballer Stammkraft.

Anfang Januar hatte Lage vom an schlechten Ergebnissen gescheiterten Vorgänger Rui Vitoria interimsweise übernommen, seitdem geht es für Benfica nur noch bergauf. In der Liga verkürzte Lissabon stetig den Rückstand auf Tabellenführer FC Porto, um am Sonntag gar den Positionswechsel an der Spitze zu vollziehen. Von 14 Ligaspielen unter Lages Leitung gewann Benfica 13. Lage kickte selbst nur in Amateurligen, früh sammelte er daher schon Trainererfahrungen bei Jugendmannschaften. 2004 schließlich, mit 27, wechselte er zu Benfica und betreute dort Nachwuchsteams. 2012 wagte Lage mit 35 den Sprung in den Herrenbereich, wurde unter Carlos Carvalhal Co-Trainer auf der britischen Insel, erst bei Sheffield Wednesday, dann bei Swansea City. Wichtige Erfahrungen, wie Lage später verlauten ließ, so richtig gefallen habe es ihm aber nicht. Also ging er wieder zurück zu Benfica, coachte seit Sommer in Lissabon die Reservemannschaft, um im Januar zum Chef der Profis ernannt zu werden. Und durchzustarten. Sieg folgte auf Sieg, zudem wurden die fußballerischen Leistungen unter dem eher stillen Vertreter seines Fachs immer besser. Als Lohn machte Benfica Lage von einer Übergangs- zu einer Dauerlösung und gab dem 42-Jährigen zu deutlich erhöhten Bezügen einen Vertrag bis 2023. "Ich bin glücklich, für solch einen großartigen Klub arbeiten zu dürfen", sagt Lage. Großartig sind bisher vor allem die Leistungen unter ihm. Gerade das 4:2 im Hinspiel gegen die Eintracht sei ein "toller Erfolg" gewesen, betonte Lage, der aber auch weiß: "Wir haben noch 90 Minuten vor uns, in denen wir ein hohes Level erreichen müssen." (Foto: dpa)

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