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Während Profiradfahrerin Tiffany Cromwell, die Partnerin von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas, die Strecke mit dem Rennrad abfährt, sind Sebastian Vettel und ein Aston-Martin-Techniker per pedes im Autodromo Internazionale Enzo e Dino Ferrari unterwegs.

Überholen eher schwierig

  • VonSID
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(sid). Drei Wochen nach dem Auftakt in Bahrain nimmt die Formel-1-Saison wieder Fahrt auf - und das auf geschichts trächtiger Strecke. Beim Großen Preis der Emilia-Romagna am Sonntag (15.00 Uhr/Sky) starten die Motoren im legendären Autodromo Enzo e Dino Ferrari von Imola. Eine derart lange Pause zwischen zwei Rennen ist im mit 23 WM-Läufen vollgepackten Kalender eine Ausnahme.

Wer ist Favorit? Die Zeit seit dem spannenden Rennen von Sakhir haben die Teams zur Analyse und für Verbesserungen genutzt. Am grundsätzlichen Kräfteverhältnis dürfte sich nichts geändert haben: Mercedes und Red Bull sind allen anderen überlegen und kämpfen weitgehend auf Augenhöhe um den Sieg. Vor allem auf das Duell zwischen Weltmeister Lewis Hamilton und Max Verstappen richten sich die Blicke.

Red Bull hatte in Bahrain das bessere Auto, Mercedes in Hamilton den an diesem Abend clevereren Piloten. Vorentscheidend könnte das Qualifying am Samstag werden. Auf dem relativ schmalen Kurs in Imola ist das Überholen vergleichsweise schwierig. Die 528 Meter lange Boxengasse - die längste in diesem Jahr - müssen die Strategen ebenfalls beachten.

Was ist von Mick Schumacher zu erwarten? Für Rookie Schumacher ändert sich wenig. Im unterlegenen Haas erwartet den 22-Jährigen ein weiteres Rennen am Ende des Feldes. Knüpft Schumacher an den guten Auftakt an und bleibt erneut weitgehend fehlerfrei, kann er von einem gelungenen Wochenende sprechen. Die Platzierung ist in diesem Lernjahr eher nebensächlich.

Was macht Sebastian Vettel? Best of the rest? Für den viermaligen Weltmeister und sein neues Team Aston Martin ist das ein weit entferntes Ziel. Die für 2021 vorgeschriebene Änderung am Unterboden bereitet den Ingenieuren Kopfzerbrechen. Der AMR21 ist noch nicht das Auto, das es sein soll. Allerdings muss sich auch Vettel steigern. Sein Debüt (Platz 15) in Bahrain war desaströs. Eine Reaktion, etwa ein Sieg im internen Duell mit Lance Stroll, muss folgen.

Und sonst? Die Trauerfeier für Prinz Philip hat Auswirkungen auf den Ablauf des Grand Prix. »Aus Respekt« vor der royalen Beisetzung wird das Qualifying am Samstag um eine Stunde auf 14.00 Uhr (live Sky) vorverlegt. Damit soll eine terminliche Überschneidung vermieden werden. Zudem wird es vor Beginn des Qualifyings eine Schweigeminute geben. Aufgrund geltender Regularien ändern sich deshalb auch die Zeiten der insgesamt drei Trainingssessions am Freitag und Samstag geringfügig.

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