Jacob van de Kerkhof im Boot (vorn) der Niederländer und Christopher Reinhardt aus dem Deutschland-Achter sind kollabiert.
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Jacob van de Kerkhof im Boot (vorn) der Niederländer und Christopher Reinhardt aus dem Deutschland-Achter sind kollabiert.

Über dem Limit

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(dpa). Der sportliche Erfolg des Deutschland-Achters wurde zur Nebensache. Mit sorgenvoller Miene verfolgte Trainer Uwe Bender nach dem Sieg seines Teams beim internationalen Rennen auf dem Nord-Ostsee-Kanal das hektische Geschehen. Noch auf dem Wasser mussten Crewmitglied Christopher Reinhardt (Dorsten) und der niederländische Ruderer Jacob van de Kerkhof medizinisch versorgt werden. Kaum an Land, ging es für die dem Kollaps nahen Sportler auf direktem Weg in ein Krankenhaus. "Das war das größte Drama, das wir bei diesem Rennen jemals erlebt haben. Das macht mich sprachlos", kommentierte der sichtlich mitgenommene Bender.

Schon weit vor dem Ziel kämpfte Reinhardt mit Kreislaufproblemen, setzte zwischenzeitlich mit dem Rudern aus und lag phasenweise auf seinem Rollsitz. Das nutzten die Niederländer zu einem Führungswechsel, mussten aber wenig später ebenfalls dem hohen Tempo Tribut zollen. Trotz der dramatischen Vorfälle setzten beide Teams das Rennen fort. Dass seine Crew im Ziel zwei Bootslängen vorn lag, konnte Bender nicht wirklich erfreuen. "Das Ergebnis war für mich völlig nebensächlich. Beide Boote sind weit über das Limit hinausgegangen. Es war schlimm, so hilflos im Ziel zu stehen und das mitansehen zu müssen", klagte der Coach.

Erst Minuten später gab es Entwarnung. "Es besteht keine Gefahr. Beide sind stabil", hieß es in einer Erklärung des Veranstalters, der seit Jahren mit dem Slogan "das härteste Ruderrennen der Welt" für den 12,7 km langen Wettstreit der Achter am Ende der Ruder-Saison wirbt. Schon kurz nach der Siegerehrung telefonierte Reinhardt aus dem Krankenhaus mit Bender und stellte seine Rückkehr zur Mannschaft in Aussicht.

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