Zuletzt hat Frankfurts Schlussmann Kevin Trapp vier Stück in Dortmund kassiert und zeigte sich unzufrieden. Heute gegen RB Salzburg soll dagegen die Null stehen. FOTO: AFP
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Zuletzt hat Frankfurts Schlussmann Kevin Trapp vier Stück in Dortmund kassiert und zeigte sich unzufrieden. Heute gegen RB Salzburg soll dagegen die Null stehen. FOTO: AFP

EUROPA LEAGUE

Trio muss vorlegen

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Das DFB-Trio mit Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und dem VfL Wolfsburg will in der Zwischenrunde der Europa League gegen namhafte Gegner drei Heimsiege vorlegen.

Verlieren verboten, das Siegen fast Pflicht: Das deutsche Europa-League-Trio darf sich beim ersten internationalen Auftritt des Jahres keinen Fehlstart leisten. Der Druck auf Eintracht Frankfurt, Bayer Leverkusen und den VfL Wolfsburg ist zum Auftakt der Zwischenrunde am heutigen Donnerstag enorm hoch.

Dabei hat Bayer mit dem FC Porto (21 Uhr/RTL und DAZN) zweifellos den schwersten Gegner. "Gegen Porto zu spielen, ist Champions-League-Niveau", sagte Bayer-Sportdirektor Simon Rolfes. Der Champions-League-Sieger von 2004 kommt mit Topstürmer Moussa Marega in die BayArena. Dem Torjäger ist zu wünschen, dass ihm rassistische Beleidigungen wie am vergangenen Wochenende erspart bleiben, als Reaktion darauf verließ der 28-Jährige vorzeitig das Spielfeld.

Rein sportlich muss den Gastgebern indes nicht bange sein. Wettbewerbsübergreifend wurden fünf der zurückliegenden sechs Begegnungen gewonnen. Nicht nur deshalb erwartet Sport-Geschäftsführer Rudi Völler einen Spielverlauf nach Maß. "Porto ist eine Mannschaft, die nach vorne spielen wird. Es wird so werden wie gegen Dortmund, aber natürlich mit uns als Gewinner", sagte der Weltmeister von 1990 bei Nitro.

Für Adi Hütter ist das Gastspiel von RB Salzburg (18.55 Uhr/DAZN) eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit. Der Frankfurter Trainer führte den Verein 2015 zum Double, als Spieler erreichte der Österreicher mit dem Klub 1994, seinerzeit noch als Austria Salzburg, die beiden Endspiele gegen Inter Mailand (0:1, 0:1).

Den Gästen dürfte es nicht ganz leicht fallen, den jetzt im Trikot von Borussia Dortmund unverändert treffsicheren Erling Haaland zu ersetzen. Mit seinen Toren hatte der 19 Jahre alte Norweger einen maßgeblichen Anteil daran, dass Salzburg in einem internationalen Wettbewerb überwintern konnte.

"Trotzdem haben sie viele gute Spieler, die nachgerückt sind. Es ist eine sehr starke, gute Mannschaft", betonte Sportvorstand Fredi Bobic. Hütter bezifferte die Chancen auf das Erreichen des Achtelfinales mit "50 zu 50." Die Eintracht muss allerdings auf Bas Dost verzichten, bei dem wieder Adduktorenprobleme aufgetreten sind. Wegen einer Erkrankung wird auch Mittelfeldspieler Mijat Gacinovic fehlen. Eine Gelbsperre muss zudem Verteidiger Martin Hinteregger absitzen.

Mit 50 zu 50 mindestens genauso gut sind die Aussichten des VfL Wolfsburg, in der Europa League den nächsten Schritt zu gehen. Denn für Malmö FF ist die Partie (21 Uhr/DAZN) ein Kaltstart im wahrsten Sinne des Wortes. Wegen des harten skandinavischen Winters hat die neue Saison in Schweden noch gar nicht begonnen.

"Das ist ein Riesennachteil für Malmö. Aber der Kader ist sehr erfahren, man wird sich in Wolfsburg nicht in die Hosen scheißen", sagte Uwe Rösler. Aktuell als Coach bei Fortuna Düsseldorf unter Vertrag, betreute der ehemalige DDR-Auswahlspieler noch im vergangenen Jahr den schwedischen Rekordmeister, musste aber nach dem Verpassen des nationalen Titels gehen.

Sein Nachfolger Jon Dahl Tomasson, einst dänischer Nationalspieler in Diensten des VfB Stuttgart, hatte bereits im Februar unfreiwillig Kontakt zu den Niedersachsen. Beim Trainingslager von Malmö flog die Tarnung von VfL-Videoanalyst Martin Raschick auf, der Mitarbeiter des Bundesliga-Neunten hatte sich als Journalist ausgegeben. Tomasson reagierte seinerzeit gelassen auf den ungebetenen Gast: "Es war nicht viel zu sehen. Er hätte genauso gut zu Hause sitzen bleiben und Kaffee trinken können."

Aufstellungen

Frankfurt - Salzburg (18.55 Uhr/DAZN): Trapp - Toure, Abraham, Hasebe, Ndicka - Ilsanker, Rode - Chandler, Kamada, Kostic - Silva / Stankovic - Ramalho, Onguene, Wöber - Farkas, Mwepu, Junuzovic, Ulmer - Okugawa - Daka, Hwang. Schiedsrichter: Ali Palabiyik (Türkei).

Leverkusen - Porto (21 Uhr/RTL): Hradecky - Tah, Sven Bender, Tapsoba - Lars Bender, Aranguiz, Demirbay, Wendell - Havertz, Diaby - Volland / Marchesin - Manafa, Mbemba, Marcano, Telles - Pereira (Oliveira), Uribe - Corona, Diaz - Ze Luis, Marega - SR: Slavko Vincic (Slowenien).

Wolfsburg - Malmö (21 Uhr/ DAZN): Casteels - Mbabu, Knoche, Brooks, Roussillon - Arnold, Gerhardt - Steffen, Schlager, Mehmedi - Weghorst / Dahlin - Larsson, Nielsen, Bengtsson, Knudsen - Lewicki, Bachirou - Traustason, Christiansen, Rieks - Antonsson. - Schiedsrichter: Gediminas Mazeika (Litauen).

Eintracht Frankfurt - RB Salzburg 18.55

Sporting Lissabon - Istanbul Basaksehir 18.55

FC Getafe - Ajax Amsterdam 18.55

FC Kopenhagen - Celtic Glasgow 18.55

CFR Cluj - FC Sevilla 18.55

FC Brügge - Manchester United 18.55

Ludogorez Rasgrad - Inter Mailand 18.55

Schachtjor Donezk - Benfica Lissabon 18.55

Wolverhampton Wanderers - Espanyol Barcelona 21.00

Bayer Leverkusen - FC Porto 21.00

APOEL Nikosia - FC Basel 21.00

Olympiakos Piräus - FC Arsenal 21.00

AZ Alkmaar - Linzer ASK 21.00

VfL Wolfsburg - Malmö FF 21.00

AS Rom - KAA Gent 21.00

Glasgow Rangers - SC Braga 21.00

(Rückspiele: 26. Februar Braga - Glasgow / Rest am 27. Februar)

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