Trapp bester Mann

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(dpa/lhe). Ajax Amsterdam hat Eintracht Frankfurt in der Vorbereitung auf die neue Bundesliga-Saison erst mal die Grenzen aufgezeigt. "Wir mussten leiden, haben uns aber auch gewehrt", sagte Trainer Adi Hütter nach der schmeichelhaften 1:2 (0:1)-Niederlage am Samstag beim niederländischen Rekordmeister. "Aber ich bin zufrieden, wir haben uns bewährt." Kevin Trapp empfahl sich dabei für die DFB-Auswahl von Joachim Löw.

Der Torhüter war bester Mann bei den Hessen und verhinderte mit zahlreichen Paraden weitere Gegentore. "Ich kann jetzt mit sehr viel Selbstvertrauen zur Nationalmannschaft reisen", sagte der 30-Jährige, der bislang drei Länderspiele bestritt und bei der WM 2018 in Russland die Nummer 3 war. Ansprüche meldete er keine an. "Ich habe immer gesagt, dass ich gerne wieder für Deutschland spielen möchte. Seit rund einem Jahr war das wegen meiner Verletzung und Corona nicht möglich", ergänzte Trapp. "Jetzt freue ich mich unheimlich darauf."

"Ich gehe davon aus, dass Kevin im Tor stehen wird", hatte Hütter vor den Nations-League-Spielen der DFB-Auswahl am Donnerstag in Stuttgart gegen Spanien und drei Tage später in Basel gegen die Schweiz über seinen Stammkeeper gesagt. Trapp könnte jedenfalls vom Verzicht auf Triple-Sieger Manuel Neuer vom FC Bayern München sowie vom Ausfall von Marc-André ter Stegen (FC Barcelona/Knieverletzung) profitieren.

Gegen Ajax war Trapp mächtig gefordert. Die Frankfurter wehrten sich gegen die Ballzauberer zeitweise mit Härte. "Wir lassen uns nicht gerne vorführen, da müssen wir auch mal dazwischen hauen und Schwung rausnehmen", erklärte Hütter.

Für den Champions-League-Teilnehmer trafen Quincy Promes in der vierten Minute und Mohammed Kudus (46.). André Silva (51.) schaffte für den vor allem spielerisch unterlegenen Fußball-Bundesligisten nur noch den Anschluss. Hütter hatte schon vorher geahnt, dass Ajax "uns Grenzen aufzeigen" und "eine andere Nummer" sein werde als der PSV Eindhoven, gegen den die Frankfurter die Woche zuvor 2:1 gesiegt hatte.

"In der zweiten Hälfte haben wir mehr körperliche Präsenz gezeigt", bilanzierte Sportdirektor Bruno Hübner und meinte mit Blick auf die nächste Partie am Samstag (15.30 Uhr) und die abwesenden Nationalspieler: "In der nächsten Woche haben wir einen guten Test gegen Mainz, da können die Zuhausegebliebenen sich beweisen."

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