Lässt sich nicht aus der Ruhe bringen - Frankfurts Trainer Adi Hütter. FOTO: DPA
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Lässt sich nicht aus der Ruhe bringen - Frankfurts Trainer Adi Hütter. FOTO: DPA

Trainer Hütter bleibt ruhig

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Die Abstiegs-Relegation 2016 waren zwei Zitterspiele für die Eintracht. In diese Situation wollen die Frankfurter nicht erneut kommen, treffen jetzt aber ausgerechnet auf die zuletzt starken Wolfsburger.

Ist die Eintracht dem Abstiegskampf in der Fußball-Bundesliga gewachsen? Noch haben die Frankfurter diesen Beweis nicht geliefert. Im nächsten Geisterspiel heute (15.30 Uhr/Sky) beim VfL Wolfsburg ist das Team von Adi Hütter gefordert, den Abwärtstrend mit sechs Partien ohne Sieg zu stoppen. Nach dem 3:3 unter der Woche gegen den SC Freiburg kämpft der Club weiter mit der unerwarteten prekären Situation.

"Angst h abe ich jetzt nicht, aber Respekt vor der Situation schon. Sonst wäre man auch fehl am Platz. Wenn Sie mich fragen, ob ich das kenne, sage ich nein", gestand Adi Hütter in einem "Bild"-Interview.

"Ich möchte auch nicht der Trainer sein, der Abstiegskampf gut kennt. Feuerwehrmann möchte ich nie werden", ergänzte der 50-Jährige vor dem Duell mit seinem österreichischen Kollegen Oliver Glasner.

Dessen Team hatte zuletzt mit einem 4:1-Sieg in Leverkusen überrascht. "Viel Power, viel Punch", so Hütter am Freitag in einer Videoschalte mit Journalisten, habe Wolfsburg da gezeigt. Für sein Team forderte er: "Wir müssen trotz allem weiter ruhig bleiben, Souveränität ausstrahlen und an uns glauben."

Noch vor zwei Wochen war Sportdirektor Bruno Hübner davon überzeugt, "dass wir mit dem Abstiegskampf nichts zu tun haben werden". Mittlerweile steht die Eintracht aber nur noch zwei Punkte vor Fortuna Düsseldorf, die auf dem Relegationsplatz weilt. Immerhin sechs Zähler sind es zum Tabellenvorletzten Bremen, wo die Hessen am Mittwoch zum Nachholspiel antreten. Seit dem 5:0 gegen den FC Augsburg am 7. Februar haben die Frankfurter nicht mehr gewonnen.

"Jetzt ist es wichtig, dass wir mal wieder zu null spielen und drei Punkte mitnehmen", forderte Mittelfeldspieler Timothy Chandler nach dem frustrierenden Remis gegen Freiburg.

Insgesamt 21 Gegentore kassierte die Eintracht in den vergangenen sechs Spielen. Der erkrankte Innenverteidiger David Abraham ist wieder im Mannschaftstraining und könnte den gesperrten Ex-Leipziger Stefan Ilsanker ersetzen. Die Relegation will sich die Eintracht natürlich ersparen: 2016 musste sie nach dem 1:1 im Hinspiel gegen den 1. FC Nürnberg mächtig zittern, ehe der Klassenerhalt mit dem 1:0-Sieg beim Club dann gesichert war. Der Europa League-Halbfinale des vergangenen Jahres ist eigentlich darauf ausgerichtet, in der Bundesliga zu expandieren - zum Beispiel mit dem 35 Millionen Euro teuren Campus-Neubau und dem geplanten Ausbau der Commerzbank-Arena.

"Meine Ansprüche sind immer, sich nach oben zu orientieren. Trotz allem gibt es noch immer die Chance, uns aus dieser Tabellenregion zu entfernen. Nun ist es wichtig, dass wir überzeugt sind, es zu schaffen, und keine Angst bekommen", sagte Hütter.

Voraussichtliche Aufstellungen / Wolfsburg: Casteels - Mbabu, Pongracic, Brooks, Roussillon - Schlager, Arnold - Steffen, Brekalo - Mehmedi - Weghorst / Frankfurt: Trapp - Abraham, Hasebe, Hinteregger - Kohr, Rode - Toure, Kamada, Kostic - Silva, Dost.

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