Die Strecke für die Tour de France 2020 steht schon seit Monaten. Der Startschuss soll nun am 29. August erfolgen. FOTO: DPA
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Die Strecke für die Tour de France 2020 steht schon seit Monaten. Der Startschuss soll nun am 29. August erfolgen. FOTO: DPA

Tour-Start auf Ende August verschoben

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(dpa). Nach langem Zögern ist die Tour de France 2020 nun auch offiziell verschoben worden. Das dürfte für eine ungewöhnliche Saisonverlängerung für die Radprofis sorgen. Ein Domino-Effekt und ein praller Terminkalender im Herbst drohen.

Die Rennveranstalter verkündeten gestern, dass die Frankreich-Rundfahrt nun vom 29. August bis 20. September stattfinden soll. Ursprünglich sollte die 107. Auflage vom 27. Juni bis 19. Juli durch das Land rollen.

Der neue Termin hat weitreichende Folgen für den Rennkalender des Weltverbandes UCI. Wie die UCI mitteilte, sollen auf die Tour auch noch die Vuelta und der Giro d’Italia folgen. Laut eines spanischen Medienberichts soll die eigentlich vom 14. August bis 6. September geplante Spanien-Rundfahrt nun vom 3. bis 25. Oktober stattfinden. Dies berichtete die Zeitung "El País" am Mittwoch. "Den für die Tour festgelegten Daten werden wir die der Vuelta anpassen, aber wir wissen, dass diese immer vorläufig sind, da sie von den Entscheidungen der Regierungen abhängen", zitierte das Blatt eine Vuelta-Quelle.

Auch die Straßenrad-WM, die vom 20. bis 27. September in Aigle/Schweiz angesetzt ist, soll laut UCI wie geplant stattfinden, trotz der Überschneidung mit dem letzten Tour-Tag am 20. September. Ebenfalls noch in diesem Jahr sollen zudem die zuvor abgesagten Klassiker Mailand-Sanremo, Paris-Roubaix, die Flandern-Rundfahrt, Lüttich-Bastogne-Lüttich sowie die für den 10. Oktober angesetzte Lombardei-Rundfahrt stattfinden.

Doch nicht alle Profis sind zuversichtlich, dass 2020 überhaupt Rennen gefahren werden. "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Virus plötzlich verschwindet und alles normal wird. Sport wird eines der letzten Dinge sein, die in Betracht gezogen werden müssen. Ich glaube, dass Paris-Nizza das letzte Rennen des Jahres war", sagte etwa der Belgier Thomas De Gendt dem Sender VTM Nieuws.

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