Torwart Frederik Rönnow steht vor einem Wechsel von Eintracht Frankfurt zum FC Schalke 04. FOTO: DPA
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Torwart Frederik Rönnow steht vor einem Wechsel von Eintracht Frankfurt zum FC Schalke 04. FOTO: DPA

Torwarttausch mit Schalke?

  • vonred Redaktion
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Torwart Frederik Rönnow, die leicht unzufriedene Frankfurter Nummer eins im zweiten Glied, hat am gestrigen Dienstag das Training der Hessen verpasst, er fehlte allerdings entschuldigt. Sein Arbeitgeber hat ihn freigestellt, damit er seine Zukunft ordnen kann, die ganz offensichtlich nicht mehr bei Eintracht Frankfurt liegt - sondern beim Krisenklub FC Schalke 04. Die Spatzen in Frankfurt und Gelsenkirchen pfeifen es längst von den Dächern, ein Ringtausch zwischen Rönnow und dem Schalke-Ersatztorwart Markus Schubert ist wahrscheinlich. Frankfurts Torwart Nummer drei, Felix Wiedwald, wird die Rolle des zweiten Mannes in der Fußball-Bundesliga nicht zugetraut.

Rönnow, der sehr empathische, belesene Däne, will endlich häufiger unter der Latte stehen als bei der Eintracht, wo er hinter Kevin Trapp, obwohl nicht viel schlechter, keine ernsthafte Chance hat. Der 28-Jährige, der zudem seinen Platz im EM-Team der dänischen Nationalelf nicht gefährden möchte, soll für ein Jahr ausgeliehen werden. An einen Verkauf ist aus Frankfurter Sicht nicht gedacht, womöglich braucht man Frederik Rönnow im Stadtwald in der nächsten Saison wieder dringender. Schubert, aktueller U 21-Schlussmann, würde sich im Gegenzug in Frankfurt klaglos auf die Bank setzen.

Rönnow kam in Frankfurt, auch wegen einiger Verletzungen, in seinen beiden Jahren auf lediglich 21 Pflichtspiele - von mehr als 100 möglichen. Das war ihm zu wenig. Und wer weiß, wie alles geendet hätte, hätte sich der Schlussmann im Sommer 2018, kurz nach seiner Verpflichtung von Bröndby IF für 2,8 Millionen Euro, nicht am Knie verletzt - womöglich hätte Eintracht Frankfurt niemals Kevin Trapp aus Paris losgeeist.

Kurz vor Transferschluss am kommenden Montag kommt Bewegung in den Markt: Ajdin Hrustic, ein offensiver Mittelfeldspieler, hat Montagabend einen Dreijahresvertrag unterschrieben, am Dienstag unterzog sich der Mann vom FC Groningen dem obligatorischen Laktat- und einem Corona-Test. Mit der Eintracht-Mannschaft trainierte der polyglotte Australier noch nicht. Heute wird er der Presse vorgestellt. Einen neuen Spieler hat Eintracht Frankfurt zudem mit Jetro Willems erhalten. Sagt zumindest Jetro Willems: "Ich bin nicht mehr derselbe Spieler wie vor ein, zwei Jahren." Da war der niederländische Linksfuß einer, der schon mal zurückgezogen habe, wenn es hart auf hart zuging, der Schmerzen viel Bedeutung beigemessen hat. "Jetzt gehe ich über den Punkt hinaus", sagt der 26-Jährige, der in der vergangenen Woche erstmals nach acht Monaten Zwangspause mit der Mannschaft trainiert hat. "Fantastisch", sei es gewesen.

Dazu muss man wissen, dass sich Jetro Willems im Januar, da spielte er auf Leihbasis schon bei Newcastle United, das Kreuzband gerissen hatte, als er drei Dinge auf einmal machen wollte: "sprinten, stoppen, sich drehen". Die Verletzung hat ihn schwer getroffen, gerade hatte Willems, für den Trainer Adi Hütter in Frankfurt keine rechte Verwendung mehr hatte, in England prima Leistungen gezeigt, sodass die Briten durchaus gewillt waren, die festgeschriebene Ablöse in Höhe von elf Millionen Euro für den Niederländer auf den Tisch des Hauses zu legen. Die schwere Verletzung hat diesen Plan zerschlagen, Kontakt zu New- castle, sagt Willems, habe er keinen. Insofern weiß er nicht so recht, was die Zukunft für ihn bereithält. Am wahrscheinlichsten ist, dass er vorerst in Frankfurt bleibt, um nach und nach fit zu werden und körperlich auf den Stand vor seinem Kreuzbandriss zu kommen. THOMAS KILCHENSTEIN

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