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Andre Silva will mit Eintracht Frankfurt in die Champions League.

Torjäger in Topform

Stuttgarts Kalajdzic und Frankfurts Silva treffen derzeit fast nach Belieben. Am Samstag duellieren sie sich. Die kommenden Wochen könnten für sie mit Blick auf den Sommer entscheidend werden.

Sasa Kalajdzic ist derzeit ein gefragter Mann. Regelmäßig tritt der Angreifer des VfB Stuttgart nach den Spielen in der Fußball-Bundesliga für Interviews vor die Kameras. Was zum einen daran liegen dürfte, dass er so häufig trifft, und zum anderen daran, dass er abseits eine genauso erfrischende Erscheinung ist wie auf dem Rasen. Kaltschnäuzig vor dem Tor, humorvoll und meinungsstark am Mikrofon - der Österreicher ist auf bestem Wege zum Publikumsliebling bei den Schwaben und aktuell das Gesicht des starken Aufsteigers. Das von Eintracht Frankfurt ist André Silva. Am Samstag (15.30 Uhr/Sky) stehen sich die beiden Stürmer-Stars gegenüber - und im Fokus.

»Er strahlt nicht nur aufgrund seiner zwei Meter«, sagt Stuttgarts Sportdirektor Sven Mislintat über Kalajdzic. »Er ist in der Mannschaft sehr beliebt und mit seinem Wiener Schmäh eine ziemlich coole Socke auf und neben dem Platz.« Und genau wie Silva in starker Verfassung. Bei ihren letzten fünf Einsätzen haben die beiden Stürmer getroffen: der Stuttgarter sechs-, der Frankfurter sogar siebenmal.

Kalajdzic hat großen Anteil daran, dass der VfB den Klassenerhalt bei 14 Punkten Vorsprung auf den Relegationsrang und elf verbleibenden Spielen schon so gut wie sicher hat. Silva, der diese Saison bereits 19 Treffer und damit sogar noch acht mehr als Kalajdzic erzielt hat, darf mit der Eintracht auf den Einzug in die Champions League hoffen. Mit ihren vielen Toren und guten Leistungen stellen Kalajdzic und Silva womöglich gerade auch die Weichen für ihre persönliche Zukunft.

Knipst er weiter so beständig, dürfte der VfB-Stürmer im Sommer mit Österreich zur EM fahren. Es wäre ein großer Erfolg für den 23-Jährigen, nachdem er sich im Sommer 2019 am Knie verletzt und die folgende Saison weitgehend verpasst hatte. »Wie akribisch er sich zurückgearbeitet hat, war beeindruckend«, sagte Mislintat. »Und es sind immer noch Potenziale vorhanden.«

Interessenten dürfte es für den Nationalstürmer, der beim VfB noch einen Vertrag bis 2023 besitzt, im Sommer aber auch so geben. Es bestehe zwar keine wirtschaftliche Notwendigkeit, zu verkaufen, sagte Mislintat. Eine konkrete Anfrage für Kalajdzic sei auch noch nicht eingegangen. Es wäre aber verwunderlich, wenn das so bliebe.

Einen Vertrag bis 2023 und große Ziele hat auch der Frankfurter Silva. Eines ist die Königsklasse. »Wer nicht von der Champions League träumt, wird nie an ihr teilnehmen«, sagte der Portugiese zuletzt der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung«. »Daran zu denken, ist der erste Schritt, der zweite, es zu zeigen, dass du es willst.« Und der 25-Jährige will es, wie er gerade beweist. Ob’s mit der Eintracht dafür reicht? Die nächsten Wochen werden es zeigen. Ein Stück weit vielleicht auch schon das Duell am Samstag.

Stuttgarts Sasa Kalajdzic ist aktuell in guter Form.

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