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Tore-Spaß nach Corona-Schreck

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Auch der passt: Der starke Leroy Sané (l.) erzielt beim 9:0-Sieg gegen Liechtensteins Torhüter Benjamin Büchel die zwischenzeitliche 3:0-Führung des deutschen Teams. © AFP GmbH

Sechstes Spiel, sechster Sieg: Hansi Flick hat beim lockeren 9:0 gegen Liechtenstein den Start- rekord von Joachim Löw übertroffen. Der Wirbel der letzten Tage hat gegen den schwachen Gegner keine Auswirkungen.

Alle Neune für Jogi Löw, ein Startrekord für Hansi Flick! Unbeeindruckt vom Corona-Schreck hat die Fußball-Nationalmannschaft beim Abschiedsfest von Ex-Bundestrainer Löw für Tore-Spaß gesorgt. Gegen den nach einem Platzverweis für Jens Hofer (9. Minute) früh dezimierten Außenseiter Liechtenstein sorgten die beiden Doppel-Torschützen Leroy Sané (22. Minute/48.) und Thomas Müller (76./86.) sowie Ilkay Gündogan (11./Foulelfmeter), Marco Reus (23.), Ridle Baku (80.) und die beiden Eigentorschützen Daniel Kaufmann und Maximilian Göppel (20./89.) am Donnerstagabend in Wolfsburg für den 9:0 (4:0)-Sieg der DFB-Auswahl im letzten Heimspiel der schon zuvor geschafften Qualifikation für die WM in einem Jahr in Katar.

Bei konsequenterer Chancenverwertung hätte sogar der Rekordsieg des als Zuschauer bestens unterhaltenen Ex-Coach Löw beim 13:0 gegen San Marino aus dem Jahr 2006 in Gefahr geraten können. Für den höchsten Sieg unter Nachfolger Flick und die alleinige Bundestrainer-Bestmarke mit nun sechs Siegen in den ersten sechs Spielen reichte es vor 25 984 Zuschauern in der unter Corona-Bedingungen ausverkauften VW-Arena aber locker.

Die stimmungsvolle Atmosphäre beim offiziellen Löw-Abschied wich schnell einem Schreckmoment, als Liechtensteins Hofer mit hohem Bein Leon Goretzka am Hals traf. Der Kroatin Ivana Martincic, die als erste Schiedsrichterin ein Länderspiel der DFB-Auswahl leitete, blieb gar nichts anderes übrig, als Hofer vom Platz zu stellen. Für Goretzka ging es nach kurzer Behandlungspause weiter. Den fälligen Strafstoß verwandelte Gündogan. So war das Scheibenschießen eröffnet, ein zähes Geduldsspiel wie beim 2:0 im Hinspiel in St. Gallen war nicht mehr nötig. Reus, Ridle Baku und Jonas Hofmann vergaben zunächst noch große Chancen, ehe Daniel Kaufmann mit einem Eigentor einen Blitz-Dreierpack der deutschen Mannschaft einleitete. Mit ansehnlichem Tempo-Fußball kamen Sané und Reus schnell zu ihren Toren. Der 190. der Weltrangliste, der sich mit der gesamten Mannschaft rund um den eigenen Strafraum verschanzte, war völlig chancenlos. Löw klatschte dagegen auf der Tribüne freudig in die Hände. Dass sein Nachfolger Flick die Mannschaft nach dem Corona-Wirbel der vergangenen Tage auf einigen Positionen umbauen musste, hatte gegen den allenfalls drittklassigen Gegner keine Auswirkungen.

Besonders spielfreudig - wie schon in den letzten Wochen - zeigte sich Sané. Angesichts der klaren Überlegenheit fehlte es dem deutschen Team aber nach dem schnellen Tore-Start an der nötigen Konsequenz, was auch Flick an der Seitenlinie nicht gefiel.

Zur zweiten Halbzeit kam Lukas Nmecha zu seinem Debüt im DFB-Trikot, das Premieren-Tor verhinderte dabei der Pfosten (55.). Dafür erzielte Sané seinen ersten Doppelpack im Trikot des viermaligen Weltmeisters. Es hätten aber noch deutlich mehr Tore sein können. Dies lag auch an Benjamin Büchel. Der gute Keeper stand unter Dauerbeschuss und machte einige Chancen zunichte.

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