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Der Frust ist groß bei Deutschlands Torjäger Luca Waldschmidt.

Titel-Traum ist geplatzt

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Nach dem schmerzhaften WM-Sommer 2018 kann die U21 dem deutschen Fußball trotz einer furiosen EM keinen Titel schenken. Im Finale gegen Spanien kann das Team von Trainer Stefan Kuntz nach verkorkstem Beginn nicht zurückschlagen. Lob gibt es trotz der 1:2-Niederlage.

Aus und vorbei: Der Traum vom nächsten EM-Titel ist für Stefan Kuntz und die deutsche U21 in einer dramatischen Final-Nacht geplatzt. Vor den Augen von Bundestrainer Joachim Löw und DFB-Direktor Oliver Bierhoff musste sich der Titelverteidiger am Sonntag in Udine trotz großen Kampfes Spanien mit 1:2 (0:1) geschlagen geben. In einem intensiven Endspiel sorgten Fabian Ruiz (7.) und mitten in einer deutschen Drangphase Dani Olmo (69.) für den fünften Sieg der spanischen Nachwuchsauswahl bei einer Fußball-Europameisterschaft. Nadiem Amiri sorgte mit seinem späten Anschluss für noch mehr Nervenkitzel in der Schlussphase (88.).

Nach spektakulärem Offensivfußball um Torschützenkönig Luca Waldschmidt in den vorangegangenen Turnierspielen lief die deutsche Mannschaft dem verkorksten Start trotz imponierender Leistungssteigerung vergeblich hinterher. Vor 23 232 Zuschauern gelang trotz aller Mühen in der Neuauflage des Endspiels von 2017, als Deutschland 1:0 siegte, kein Comeback.

Ein Jahr nach dem WM-Debakel der A-Nationalmannschaft in Russland machte die U21 aber Hoffnung. "Enorm wichtig" seien die guten Auftritte in Italien und San Marino gewesen, sagte Bierhoff. Dazu wurde das Ticket für Olympia 2020 in Tokio gelöst.

Mit einer Umarmung gab Löw U21-Nationaltrainer Kuntz die besten Wünsche für das Endspiel mit. "Ich glaube, dass sie eine sehr gute Visitenkarte abgegeben haben", lobte der Bundestrainer. Doch bei 30 Grad gab es am Sonntagabend schnellen Frust. Spanien startete dominant, Deutschland hatte dem versierten Kombinationsspiel von La Rojita anfänglich nichts entgegenzusetzen. Schön freigespielt von den Kollegen, nutzte Fabian die zögerliche DFB-Defensive früh zu verdienten Führung. Der platzierte 18-Meter-Schuss des Mittelfeldspielers vom SSC Neapel schlug unhaltbar für Schalkes Torhüter Alexander Nübel ein.

Mit sorgenvoller Miene verfolgte Kuntz am Spielfeldrand, wie sein Team mit den taktisch variablen Spaniern zunächst nicht zurecht kam. Ein halbwegs gefährlicher Schuss von Levin Öztunali (24.) gab Sicherheit. Die DFB-Auswahl gestaltete die Begegnung nun offener. Neben hoher individueller Klasse hatten die Südeuropäer aber auch überhartes Spiel im Repertoire. Der ehemalige Frankfurter Jesús Vallejo durfte nach seinem rüden Einsteigen gegen Waldschmidt froh sein, dass er nur Gelb sah (33.).

"Wir haben glücklicherweise die Kurve bekommen", sagte Bierhoff in der Pause. Die Kuntz-Kicker demonstrierten das weiter auf dem Rasen und drehten auf. Wie schon im Halbfinale gegen Rumänien dominierten sie in Hälfte zwei. Waldschmidt nach einem Schuss von Nadiem Amiri (47.), aus halblinker Position (53.) und aus der Distanz (59.) schnupperte am 1:1 und seinem achten Treffer. Deutschland drängte, doch wie aus dem Nichts traf Spanien. Nübel ließ einen Schuss von Fabian nach vorne abklatschen, Olmo staubte ab. Spanien verpasste das 3:0, Amiri sorgte mit einem abgefälschten Schuss für dramatische Schlussminuten. Doch der Ausgleich gelang nicht mehr.

Deutschland: Nübel (Schalke) - Klostermann (Leipzig), Tah (Leverkusen), Baumgartl (Stuttgart), Henrichs (Monaco) - Öztunali (Mainz - 72. Richter (Augsburg)), Serdar (Schalke - 61. Neuhaus (Mönchengladbach)), M. Eggestein (Bremen - 78. Nmecha (Preston)), Dahoud (Dortmund), Amiri (Hoffenheim) - Waldschmidt (Freiburg).

Spanien: Sivera - Aguirregabiria, Núnez, Vallejo, Firpo - Ruiz (78. Merino), Roca - Olmo, Ceballos, Fornals (72. Mayoral) - Oyarzabal (55. Soler).

Im Stenogramm: SR: Jovanovic (Serbien). - Zu.: 23 232. - Tore: 0:1 Ruiz (8.), 0:2 Olmo (69.), 1:2 Amiri (88.). - Gelb: Vallejo (1), Núnez (1), Sivera (1). - Beste Spieler: Henrichs, Eggestein / Ruiz, Olmo.

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