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Start frei zum Fackellauf, der seinen Abschluss am 23. Juli in Tokio finden soll.

Fritz Sörgel:

Symbolischer Akt

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(dpa). Keine Zuschauer, kein Jubelfest, dafür aber viel Symbolik und blumige Worte der Olympia-Chefin: Ein Jahr nach der coronabedingten Verschiebung hat am Donnerstag im japanischen Fukushima der olympische Fackellauf für die Sommerspiele in Tokio begonnen. Wegen der Pandemie fand die Zeremonie ohne Zuschauer statt, begleitet von strengen Vorsichtsmaßnahmen wurde er aber live im Internet übertragen.

»Die olympische Flamme hat auf diesen Moment gewartet, genau wie eine Kirschblütenknospe vor dem Aufblühen«, sagte Japans Olympia-Chefin Seiko Hashimoto. Die vor einem Jahr in Japan eingetroffene Flamme habe in einer für die ganze Welt sehr schwierigen Zeit »still und stark gebrannt«, sagte Hashimoto.

Viele prominente Fackelläufer hatten aus Sorge vor einer Ausbreitung des Virus einen Rückzieher gemacht. Rund 10 000 Läufer sollen die Flamme durch alle 47 Präfekturen tragen, ehe am 23. Juli die Spiele in Tokio eröffnet und bis zum 8. August ausgetragen werden sollen. Der Fackellauf gilt als ein Test, ob die Sommerspiele tatsächlich für alle Beteiligten sicher stattfinden können.

(dpa). Der Nürnberger Pharmakologe Fritz Sörgel hält das Festhalten an den Olympischen Spielen in Tokio in der Pandemie für sehr gewagt. »Was das Internationale Olympische Komitee derzeit macht, ist wie Russisch Roulette«, sagte er im Interview des »Münchner Merkur« und der »tz«.

»In ein paar Tagen soll es wieder eine neue Entscheidung geben, aber auf welcher Basis?«, fragt er. »Es hat sich nichts geändert - wenn, dann ist die Situation sogar noch schlimmer und noch viel unsicherer geworden.« Daran ändere auch der angepriesene chinesische Impfstoff Sinovac nichts.

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