Niklas Süle (l.) im Zweikampf mit Roman Jaremtschuk. DPA
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Niklas Süle (l.) im Zweikampf mit Roman Jaremtschuk. DPA

Süle in der Kritik

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(sid). Niklas Süle hakte sein 27. Länderspiel schnell ab. "Plus three", teilte der Abwehrchef der deutschen Fußball-Nationalmannschaft via Instagram nach dem schmucklosen Dreier in der Nations League beim 2:1 (1:0) gegen die Ukraine lapidar mit, dazu das Motto: "Keep going". Weiter so? So einfach ist es für Süle nicht.

Denn während er seine Botschaft hinaus in die Welt schickte, wurde der Münchner von Joachim Löw gerüffelt. "Der Elfmeter war unnötig", sagte der Bundestrainer ungewohnt direkt über das plumpe Foul seines Defensiv-Dirigenten vor dem Anschlusstreffer der Ukraine gegen Roman Jaremtschuk.

Dass sich Süle für die hilflos wirkende Grätsche entschieden hatte, konnte Löw nicht gefallen. Der Bundestrainer sieht den Bayern-Profi für die EM als Anführer seiner Defensive vor, Süle ist ein zentraler Bestandteil der neuen DFB-Achse. Deshalb hat ihn Löw nach Süles Kreuzbandriss schon im September wieder zurückgeholt. Doch auch da lief es nicht rund.

Gegen Spanien (1:1) spielte der 25-Jährige zwar lange gut, beim späten Ausgleich durch Jose Gaya stand er aber am nächsten am Torschützen und spekulierte wie seine Nebenleute vergeblich auf Abseits. In der Schweiz (1:1) wirkte er orientierungslos, kam beim Ausgleich zu spät. In Kiew offenbarte er nicht nur Mängel im Zweikampf, ARD-Experte Bastian Schweinsteiger kritisierte auch die schwache Spieleröffnung der Innenverteidigung. Schweinsteiger verstieg sich sogar zu der aussichtslosen Forderung, Jerome Boateng zurückzuholen ("Die Besten sollten spielen").

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