Jan-Lennard Struff fordert den "Djoker". FOTO: DPA
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Jan-Lennard Struff fordert den "Djoker". FOTO: DPA

Struff auf dem Weg aus dem Schatten

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(dpa). Wie sehr Jan-Lennard Struff im Kreis der Etablierten auf der Tennis-Tour angekommen ist, zeigt sich an einem Privileg, das bei den US Open in Corona-Zeiten nur wenigen Spielern zuteil wird. Struff darf im Arthur-Ashe-Stadium in New York eine Loge benutzen, was nur den Gesetzten und ehemaligen Champions gestattet ist. Während sich der Großteil der Profis also nach den Matches oder Trainingseinheiten schnell wieder auf den Weg ins Hotel macht, kann Struff in den eigentlich von der "New York Times" gebuchten Räumlichkeiten entspannen. Von einer Art Balkon aus kann er sich die Begegnungen im größten Tennisstadion der Welt anschauen.

"Das ist natürlich eine feine Sache, die mir und meinem Team das Leben sehr viel leichter macht", sagte Struff. Massagebank, Sofa, Kühlschrank und ein eigenes Bad - Struff hat es gut getroffen. Durch konstant starke Leistungen hat sich der 30 Jahre alte Warsteiner bis auf Platz 29 der Weltrangliste vorgearbeitet. Dass er bei den US Open nun in Runde drei steht und auf den Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic trifft, ist längst zur Normalität geworden. "Er hat sich toll entwickelt und spielt nun schon seit längerem auf konstant hohem Niveau. Die Spieler, die er qua Ranking schlagen muss, schlägt er auch", lobte Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann.

Meist steht Struff dennoch nach wie vor im Schatten anderer deutscher Spieler. Fast immer bestimmen Alexander Zverev oder Angelique Kerber die Schlagzeilen. So auch am Mittwoch, nachdem das deutsche Trio geschlossen in die dritte Runde der US Open eingezogen war. Zverev erzählte davon, wie seine Schuhe im schwülen New York vor lauter Schweiß plötzlich unter Wasser standen. Kerber berichtete von der Zusammenarbeit mit ihrem neuen, alten Coach Torben Beltz. Dass Struff durch ein sicheres 6:2, 6:2, 7:5 gegen den Amerikaner Michael Mmoh ebenfalls weiterkam, ging fast unter.

An diesem Freitag wird dem Davis-Cup-Profi das Rampenlicht aber gewiss sein. Denn da fordert er im Kampf um den Achtelfinal-Einzug Djokovic und will gegen den Serben endlich den ersten Sieg feiern. "Natürlich ist es für einen Gesetzten das unglücklichste Los, in der dritten Runde schon gegen Novak zu spielen", sagte Struff. "Aber ich will es besser machen als vor ein paar Tagen." Im Viertelfinale des von Cincinnati nach New York verlegten Masters-1000-Events war der Sauerländer beim 3:6, 1:6 noch ohne Chance.

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