Jan-Lennard Struff führt das deutsche Davis-Cup-Team mit zwei Einzelsiegen zur Endrunde nach Madrid. FOTO: DPA
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Jan-Lennard Struff führt das deutsche Davis-Cup-Team mit zwei Einzelsiegen zur Endrunde nach Madrid. FOTO: DPA

Struff als Anführer

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(dpa). Zum Titelfavoriten wollte Michael Kohlmann die deutsche Auswahl noch nicht gleich ausrufen. Aber nach dem am Ende doch noch souveränen 4:1-Sieg in der Qualifikationspartie gegen Weißrussland reisen die deutschen Tennis-Herren mit jeder Menge Selbstvertrauen zur Davis-Cup-Endrunde in Madrid vom 23. bis 29. November. "Ich glaube, dass die großen Nationen ungern gegen uns spielen", sagte Kohlmann. "Wir zählen sicher nicht gleich zu den Favoriten, aber können uns berechtigte Chancen ausrechnen, weit zu kommen."

Im vergangenen Jahr war für die deutsche Mannschaft bei der neuen Finalrunde, die seit 2019 mit 18 Mannschaften ausgetragen wird, im Viertelfinale gegen Großbritannien Schluss. "Wir hatten das Gefühl, dass da mehr drin war. Jetzt freuen wir uns, dass wir wieder da sind und noch mal angreifen können", sagte Jan-Lennard Struff, der mit seinen beiden Einzelsiegen großen Anteil am Sieg gegen Weißrussland in Düsseldorf hatte.

Der 29 Jahre alte Warsteiner ist in den vergangenen Jahren deutlich gereift, übernahm in Abwesenheit von Alexander Zverev wie ganz selbstverständlich die Rolle des Spitzenspielers. Am ersten Tag brachte er Deutschland mit einem Sieg gegen Ilja Iwaschka in Führung. Am Samstag machte er mit einer beeindruckenden Vorstellung im Spitzeneinzel gegen Egor Gerassimow alles klar. "Jan hat das einfach überragend gemacht. Jürgen Klopp steht für Vollgas-Fußball, Jan-Lennard Struff für Vollgas-Tennis", lobte Kohlmann.

Am liebsten wären Deutschlands Tennis-Herren noch am Samstagabend in den Flieger nach Madrid gestiegen. Im Überschwang ihrer Gefühle dachten die deutschen Profis sogar daran, einigen Fans die Reise nach Madrid zu spendieren, nachdem 2019 nur ein paar wenige Anhänger den Weg nach Spanien gefunden hatten. "Die Flüge sind ja nicht so teuer", sagte Andreas Mies, der zusammen mit Kevin Krawietz im Doppel für die wichtige 2:1-Führung gesorgt hatte.

Friedsam im Finale Kenin unterlegen

Anna-Lena Friedsam hat ihren ersten Titel auf der WTA-Tour verpasst. Die Weltranglisten-136. aus Neuwied unterlag Australian-Open-Siegerin Sofia Kenin im Finale des Hallenturniers in Lyon trotz starker Leistung mit 2:6, 6:4, 4:6 und kassierte ihre zweite Finalniederlage bei einem WTA-Turnier.

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