Fingerzeig von Linus Straßer, der in Adelboden Zweiter im Slaom wird. FOTO: DPA
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Fingerzeig von Linus Straßer, der in Adelboden Zweiter im Slaom wird. FOTO: DPA

Straßer Zweiter

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(sid). Linus Straßer streckte schon im Ziel strahlend den Zeigefinger nach oben. Der 28-Jährige wusste sofort, dass ihm am legendären Chuenisbärgli erneut ein Traumlauf gelungen war. Und tatsächlich: Vier Tage nach seinem Triumph von Zagreb setzte der Münchner auch beim Slalom-Klassiker in Adelboden ein dickes Ausrufezeichen. Nach einer famosen Aufholjagd verbesserte sich Straßer noch vom zwölften auf einen herausragenden zweiten Rang, nur der Österreicher Marco Schwarz war etwas schneller.

"Das war unerwartet, ich habe mich nicht grandios gefühlt. Es war mehr ein Arbeitserfolg, aber ich habe es durchgezogen, von daher bin auch zufrieden", sagte Straßer und fügte nach seinem "Lieblingsrennen" an: "Das Hundertstel-Glück war definitiv auf meiner Seite, es war unglaublich eng." 0,14 Sekunden fehlten auf Schwarz, der Brite Dave Ryding lag als Dritter nur 0,01 Sekunden zurück.

Es war ein spannender Abschluss der Rennen am Chuenisbärgli, die am Samstag beim Riesenslalom von einem schweren Sturz des Amerikaners Tommy Ford überschattet wurden. Der 31 Jahre alte Skirennläufer krachte im ersten Durchgang kurz vor dem Ziel mit dem Kopf auf die eisharte Piste.

Nach 20-minütiger Behandlung auf der Piste wurde Ford mit einem Helikopter in eine Klinik gebracht. Der US-Verband konnte leichte Entwarnung geben. Beim Sieg von Alexis Pinturault musste sich Alexander Schmid nach einer schwachen Fahrt mit einem enttäuschenden 22. Rang zufrieden geben.

Auch Kira Weidle verpasste im österreichischen St. Anton die erhoffte Topplatzierung. Die 24-Jährige aus Starnberg belegte in der Abfahrt beim überlegenen Sieg der überragenden Sofia Goggia den zehnten Platz. Am Sonntag fuhr sie beim Super-G immerhin ihre beste Weltcup-Platzierung in dieser Disziplin ein. Weidle wurde 15., die Schweizerin Lara Gut-Behrami holte ihren 27. Weltcup-Erfolg.

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