DFB-Gegner Niederlande

Stimmung ist so gut wie lange nicht mehr

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Ronald Koeman lächelt leicht verschmitzt. "Das ist doch lange her", sagt der niederländische Fußball-Nationaltrainer, als er auf die Rivalität zwischen Deutschland und den Niederlanden angesprochen wird. Vor 30 Jahren, beim EM-Halbfinale in Hamburg, und zwei Jahre später beim WM-Achtelfinale in Mailand, war Koeman jeweils mittendrin, war der Rotschopf einer der Protagonisten der hoch emotionalen Duelle zwischen den beiden Nachbarländern. Doch vor dem Duell in der Nations League in Amsterdam an diesem Samstag (20.45 Uhr) ist von der gegenseitigen Ablehnung nur noch wenig zu spüren.

Ronald Koeman lächelt leicht verschmitzt. "Das ist doch lange her", sagt der niederländische Fußball-Nationaltrainer, als er auf die Rivalität zwischen Deutschland und den Niederlanden angesprochen wird. Vor 30 Jahren, beim EM-Halbfinale in Hamburg, und zwei Jahre später beim WM-Achtelfinale in Mailand, war Koeman jeweils mittendrin, war der Rotschopf einer der Protagonisten der hoch emotionalen Duelle zwischen den beiden Nachbarländern. Doch vor dem Duell in der Nations League in Amsterdam an diesem Samstag (20.45 Uhr) ist von der gegenseitigen Ablehnung nur noch wenig zu spüren.

Schließlich haben beide Nationalmannschaften genug mit sich selbst zu tun. Im DFB-Lager leckt man nach dem desaströsen Vorrunden-Aus bei der WM in Russland noch die Wunden. Und die Niederlande befinden sich in einer Phase des Neuaufbaus, nachdem sie bei der EM 2016 und der WM in diesem Jahr gar nicht erst dabei waren.

Seit dem völlig unerwarteten dritten Platz bei der WM in Brasilien vor vier Jahren unter Louis van Gaal ging es mit dem niederländischen Fußball stetig bergab. Erst seit Koeman Anfang Februar die Elftal übernommen hat, zeigt die Kurve wieder aufwärts. In Spielern wie Frenkie die Jong (21), Matthijs de Ligt (19) oder Denzel Dumfries (22) gibt es wieder Talente, die die Fußball begeisterten, aber stets kritischen niederländischen Fans etwas zuversichtlicher in die Zukunft schauen lassen.

"Ich habe ein sehr gutes Gefühl", sagt Koeman daher vor dem Duell mit Deutschland. "Wenn wir an die zweite Halbzeit gegen Frankreich anknüpfen, dann haben wir eine gute Chance, das Spiel zu gewinnen." Beim Weltmeister musste sich die Oranje-Elf im September noch mit 1:2 geschlagen geben, war in den zweiten 45 Minuten aber klar die bessere Mannschaft. Offensiv, druckvoll, mutig – so machten die Niederländer Frankreichs Stars das Leben schwer, mussten sich nach einem Fehler von Kapitän Virgil van Dijk aber doch mit 1:2 geschlagen geben. "Das ist abgehakt. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind", sagte er am Freitag in Zeist. Die Stimmung im Oranje-Lager ist so gut wie lange nicht mehr. "Ich denke schon, dass wir auf dem Weg zurück sind", sagte Koeman. "Das Spiel gegen Deutschland ist eine tolle Gelegenheit, das auch zu zeigen."

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