Deutsche Eishockey-Liga

Starttermin wackelt

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(sid). Der Countdown läuft - und die Zeit arbeitet gegen die DEL: Bis Freitag müssen feste Zusagen über finanzielle Hilfen her, ansonsten wird der Saisonstart in der Deutschen Eishockey-Liga ein zweites Mal verschoben. Dieses Szenario gilt als wahrscheinlich, weil sich die Politik bis auf verständnisvolle Worte kaum rührt.

"Stand jetzt haben sich die Fakten seitens der Politik nicht geändert. Und auf das Prinzip Hoffnung werden wir nicht bauen", sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke. Man arbeite zwar fleißig und auf vielen Ebenen an einer Lösung, die sich aber noch nicht ergeben habe. Die bedrückende Lage macht auch Bundestrainer Toni Söderholm zu schaffen. Eine erneute Verschiebung des Saisonstarts wäre "für die Spieler katastrophal und eine sehr schwierige Situation für die Nationalmannschaft", sagte der 42 Jahre alte Finne.

Auch Tripckes jüngste Aussage, wonach eine komplette Absage der Saison derzeit kein Thema sei, sorgt nicht für die große Erleichterung. Alle wissen: Gänzlich ausgeschlossen ist dieses Horrorszenario in den kommenden Wochen nicht. Sollte es bis zum 2. Oktober keine fixen Zusagen aus der Politik geben, wird zunächst der anvisierte Starttermin am 13. November nicht zu halten sein. Zumal Medienberichten zufolge nur drei Klubs unter den derzeit gegebenen Rahmenbedingungen spielen wollen: München, Wolfsburg und Bremerhaven.

Die DEL hat ein durch die Corona-Pandemie ausgelöstes Finanzloch in Höhe von 60 Millionen Euro ausgemacht, das von der neuen Regelung einer maximal 20-prozentigen Auslastung der Hallen nicht mal ansatzweise gedeckt würde. DEL-Klubs leben bis zu 80 Prozent von den Einnahmen aus Heimspielen. Für den im Konjunkturpaket beschlossenen Ausgleich von bis zu 800 000 Euro für entfallene Ticketeinnahmen gebe es auch "noch keine verbindlichen Bescheide", verriet Tripcke.

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