Start in Lake Louise

(sid). Olympia-Gold für Deutschland - durch einen Österreicher? »Hoff mer’s«, sagt Romed Baumann und lächelt. Bei der Ski-WM im Februar raste der gebürtige Tiroler auf Platz zwei im Super-G, sein Teamkollege Andreas Sander wiederholte diesen Coup drei Tage später in der Abfahrt. Jetzt starten die Silber-Jungs ihre Mission Gold. Ohne ihren Topstar Thomas Dreßen, aber mit dem höchstmöglichen Ziel.

»Wir schicken eine große Mannschaft hin«, sagt Baumann über die Winterspiele in Peking (4. bis 20. Februar), »da wird hoffentlich die einie oder andere Goldene für Deutschland dabei sein.« Auch durch die schnellen Jungs? »Ich habe noch einiges vor und hoffe, dass ich noch mal einen draufsetzen kann«, sagt Sander.

Allzu offensiv vertreten wollen sie ihre Ambitionen vor dem Saisonstart im kanadischen Lake Louise ab Freitag aber nicht. Baumann (35) und Sander (32) wissen um die Tücken ihres Sports, der Träume in nur einer einzigen Sekunde der Unachtsamkeit brutal zerstören kann. Wie bei Kitzbühel-Sieger Dreßen, der nach seiner zweiten Knie-Operation frühestens im Januar einsteigen kann.

»Wir wissen, was wir leisten können«, meint Maier, »ich habe schon die Erwartung, dass wir bei den besten fünf, besten zehn dabei sind.« Sollte auf dem langen Weg in den Olymp trotzdem was dazwischenkommen, haben sie beim Deutschen Skiverband ja noch Kira Weidle. Auch die 25-Jährige, die in der kommenden Woche ebenfalls in Lake Louise in den Winter startet, gewann bei der WM Silber. Lässt sich das in Peking wiederholen?

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