Andreas Sander als Super-G-Neunter im Ziel.		FOTO: DPA
+
Andreas Sander als Super-G-Neunter im Ziel. FOTO: DPA

Starkes Team

  • vonSID
    schließen

(sid). Andreas Sander blickte mit verkniffener Miene auf die Anzeigetafel. Direkt vor ihm hatte auch Romed Baumann seine Fahrt über die eisige Streif in Kitzbühel mit einem enttäuschten Gesichtsausdruck zur Kenntnis genommen. Und dennoch war es am Ende des auf Montag verlegten Super-G nicht viel anders als knapp 24 Stunden zuvor nach der Abfahrt an gleicher Stelle: Das Resultat stimmte.

Sander auf Rang neun sowie Baumann auf Rang elf bestätigten beim Sieg von Vincent Kriechmayr (Österreich) nun auch in der zweitschnellsten Disziplin ihre Zugehörigkeit zur Weltklasse. Außerdem rückte Josef Ferstl mit seiner besten Leistung im Super-G seit einem Jahr als 13. wieder ein Stück näher heran. Dominik Schwaiger als 17. rundete das insgesamt gute deutsche Gesamtergebnis ab.

Dass die Resultate nicht besser waren, lag auch an den wechselnden Sichtverhältnissen - die Deutschen waren klar benachteiligt. Grundsätzlich gilt: »Die Mannschaft ist gut drauf, vor allem der Andi und der Romed«, sagte Ferstl, für den Kitzbühel versöhnlich endete: »Solide, gute Fahrt, das war die richtige Richtung.« Der 31-Jährige war seit dem Sieg im Super-G in Kitzbühel 2019 nur noch einmal in die Top Ten gefahren.

Aus deutscher Sicht beachtenswert: Die Ergebnisse stimmten angesichts mehrerer Widrigkeiten. Sander und Baumann hatten bei diffusem Licht schlechte Sicht auf die nach den Abfahrten ruppige Streif. Sander vergriff sich zudem böse beim Material, Baumann stürzte beinahe an der Hausbergkante. Er sei angesichts der Umstände »sehr, sehr happy«, sagte Sander. Und Baumann ergänzte, er sei »sehr zufrieden«.

Was sie alle freudig stimmt: Mit Blick auf die beiden Heimrennen in Garmisch-Partenkirchen (6. Februar Abfahrt, 7. Februar Super-G) und dann vor allem auf die WM in Cortina d’Ampezzo (8. bis 21. Februar) haben sie sogar noch Luft nach oben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare