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Guido Burgstaller (r.) vom FC St. Pauli jubelt mit Leart Paqarada über seinen Treffer in Nürnberg.

St. Pauli behauptet Spitze

(dpa/sid). Der FC St. Pauli hat ohne Trainer Timo Schultz an der Seitenlinie die Tabellenspitze in der 2. Fußball-Bundesliga behauptet. Der Kiezclub, bei dem Schultz wegen einer Corona-Infektion in häuslicher Quarantäne ist, gewann am Sonntagnachmittag dank eines Blitzstarts das Topspiel beim 1. FC Nürnberg mit 3:2 (2:1). St. Pauli liegt in der Tabellen mit 32 Punkten drei Zähler vor Darmstadt 98, das Tags zuvor 2:

1 bei Erzgebirge Aue gewonnen hatte.

Den dritten Platz verlor der heimschwache SC Paderborn durch ein 1:1 (0:1) gegen Aufsteiger Hansa Rostock. Die Ostwestfalen, bei denen der noch ungeimpfte Trainer Lukas Kwasniok mit Mund-Nasen-Schutz an der Seitenlinie stand, liegen mit 26 Punkten hinter Jahn Regensburg, das am Freitag 3:1 gegen Dresden gewonnen hatte. Punktgleich mit Paderborn ist nun der Hamburger SV, der beim 3:0 (2:0) gegen Schlusslicht FC Ingolstadt den zweiten Sieg in Folge feierte und nunmehr seit zwölf Spielen ungeschlagen ist.

Darmstadt 98 hatte am Samstag vorübergehend die Tabellenführung erobert. Im Geisterspiel bei Erzgebirge Aue setzten sich die Lilien mit 2:1 (0:0) durch. Luca Pfeiffer (62.) erzielte das Führungstor für die Gäste, er erhöhte sein Saisontrefferkonto auf zwölf. Aaron Seydel (75.) zeichnete für das 2:0 verantwortlich. Antonio Jonjic (85.) verkürzte für Aue. »Ich muss die Mannschaft loben, sie hat verdient gewonnen«, sagte Pfeiffer, »es war ärgerlich, dass wir hintenraus noch zittern mussten, aber drei Punkte sind drei Punkte.« Es war der vierte Sieg in Folge für die Hessen, und es waren die Punkte 17, 18 und 19 aus den letzten sieben Spielen.

Interessant, dass SVD-Trainer Torsten Lieberknecht keines seiner zwölf Zweitligaspiele gegen Aue verloren hat (fünf Siege, sieben Remis). Für Aue ging eine Serie von zuletzt zehn Punkten aus den vergangenen vier Begegnungen, darunter zwei Siege in Folge, zu Ende.

Ole Werner wird neuer Cheftrainer beim Bundesliga-Absteiger Werder Bremen. Dies gaben die Hanseaten am Sonntagnachmittag bekannt. Der 33-Jährige würde die Nachfolge von Markus Anfang antreten, der am vergangenen Wochenende wegen des dringenden Verdachts auf Nutzung eines gefälschten Impfpasses von seinem Posten zurückgetreten war. Werner hatte zuletzt den Bremer Zweitligarivalen Holstein Kiel im vergangenen Sommer bis in die Bundesliga-Relegation geführt.

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