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Sprung an die Spitze

  • vonDPA
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Gegen Bielefeld noch gepatzt, jetzt mit der Chance auf Platz eins: In der Bundesliga kann die Eintracht mit einem Sieg gegen Tabellenführer Hoffenheim ganz nach oben springen. Auch personell könnte sich bis zum Montag noch etwas ergeben.

Ein bemerkenswertes Pokal-Aus in Ulm, eine besondere Nacht in Mailand, das Fußball-Drama von London und über zwei Monate Corona-Pause: Adi Hütter hat in seinen zwei Jahren bei Eintracht Frankfurt schon allerhand miterlebt, doch an diesem Wochenende ist wieder ein Novum möglich. Die Hessen könnten am Samstag (15.30 Uhr/Sky) im Topspiel gegen Tabellenführer TSG 1899 Hoffenheim selbst an die Tabellenspitze springen - erstmals in Hütters Amtszeit. "Ich freue mich, dass wir dabei sind und die Möglichkeit haben, Tabellenführer zu werden. So schnell geht der Fußball", sagte der Österreicher.

Das Treffen mit Bayern-Besieger Hoffenheim wird auch zu einem Duell der starken Offensivreihen. Die TSG bietet in Andrej Kramaric und Munas Dabbur zwei Top-Stürmer auf. Vor allem vor dem Kroaten Kramaric hat der Eintracht-Coach mächtig Respekt. "Er hat schon sieben Tore in Pflichtspielen, das ist herausragend. Nicht umsonst hat sich vielleicht auch Bayern München damit beschäftigt." Hütter wies neben Kramaric und Dabbur auch auf Christoph Baumgartner und Ihlas Bebou hin, er bezeichnete die vier als "richtig gutes Quartett".

Doch auch Frankfurt verfügt über eine erstklassige Offensive, sowohl André Silva als auch Bas Dost haben in den ersten drei Pflichtspielen schon getroffen. "Ich bin absolut happy mit unseren beiden, die auch immer wieder Tore machen. Es treffen zwei Mannschaften aufeinander, die guten Fußball spielen können", prophezeite Hütter. Hoffenheim ist bisher ein gutes Omen für den Trainer, die Eintracht gewann alle vier direkten Bundesliga-Duelle seit Hütters Amtsantritt im Sommer 2018.

Bei der Eintracht laufen zudem die letzten Personalplanungen, bis zum Montag ist das Transferfenster noch geöffnet. In dieser Woche hat der Club bereits die Verpflichtung von Offensivspieler Ajdin Hrustic verkündet, zudem kommt Markus Schubert im Tausch mit Frederik Rönnow als Ersatztorhüter hinter Kevin Trapp. "Dieser Tausch macht absolut Sinn, ich bin zufrieden", betonte Hütter. Hrustic sehe er mit "seinem starken linken Fuß" hauptsächlich auf der Spielmacherposition, womöglich als Ergänzung hinter dem bisher etatmäßigen Zehner Daichi Kamada.

Obwohl Hütter atmosphärische Störungen mit Danny da Costa dementierte, könnte der Außenbahnspieler in den kommenden Tagen noch bundesligaintern wechseln, zum Beispiel zum FC Schalke 04. "Dass es irgendwelche Störungen gäbe, das würde mich wundern. Manchmal wird halt viel gesprochen, deshalb beteilige ich mich an gewissen Spekulationen gar nicht", sagte Hütter. Da Costa war beim 1:1 gegen Bielefeld ausgewechselt und in der Folgewoche bei Hertha BSC aus der Startelf genommen worden. Der Österreicher wies auf das breite Aufgebot der Eintracht hin: "Dass nicht immer alle glücklich sind, sorry, schauen Sie mal unseren Kader an."

Als mögliche Verstärkung wurde von "Bild" und "Kicker" Amin Younes gehandelt. Hütter selbst hielt sich zu dem 27 Jahre alten Außenbahnspieler bedeckt. "Guter Spieler, der jetzt in Napoli ist, was ich weiß. Ich beteilige mich nicht gerne an Spekulationen, deshalb würde ich das auch gerne so beibehalten", sagte der Coach. Frankfurt bemüht sich bis zum Transferschluss am Montag noch um eine Verstärkung des Kaders.

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