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Sprintstaffeln souverän im Finale

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Glückliche Sprinterinnen: Rebekka Haase, Alexandra Burghardt, Lisa Meyer und Jessica-Bianca Wessolly (v. l.) freuen sich über den Einzug ins Staffelfinale, in dem das deutsche Team vermutlich in einer anderen Besetzung um die Medaillen kämpfen wird. © DPA Deutsche Presseagentur

(sid/dpa). Das deutsche Leichtathletik-Team hat das Medaillen-Dutzend bei den Europameisterschaften in München noch nicht vollmachen können. Dreispringerin Neele Eckhardt-Noack fehlten am Freitag nur zwei Zentimeter zu Bronze. Am Tag nach 5000-Meter-Gold für Konstanze Klosterhalfen sowie Silber für Weitsprung-Star Malaika Mihambo und Hochsprung-Überraschung Tobias Potye gab es zudem einige weitere gute deutsche Platzierungen.

Die Hoffnungen auf weiteres Edelmetall am abschließenden Wochenende tragen unter anderem an diesem Samstag (20.05 Uhr/ARD) die Stabhochspringer.

Neele Eckhardt-Noack lag mit 14,43 Metern zeitweise auf Rang drei und wurde am Ende Vierte, nachdem die 30 Jahre alte Göttingerin in der Qualifikation mit 14,53 Metern die größte Weite vorgelegt hatte. Im Finale war die Ukrainerin Maryna Bech-Romantschuk nach Platz vier im Weitsprung am Donnerstag mit 15,02 Metern eine Klasse für sich.

Sprinter Joshua Hartmann kam über 200 Meter ebenso auf den fünften Platz wie die Tübingerin Hanna Klein über 1500 Meter und der Dresdner Karl Bebendorf über 3000 Meter Hindernis. »Mit der Zeit habe ich meine stabile Leistung in diesem Jahr bestätigt und mich sehr gut in Europa verkauft«, sagte Bebendorf, der nach eigenem Empfinden mit »einem lachenden und einem weinenden Auge« über die Ziellinie lief.

Hartmann war rundum zufrieden mit seiner Leistung. »Dass ich den fünften Platz hole, nachdem ich heute Morgen mit meinen Jungs den deutschen Rekord gelaufen bin, das macht einfach Spaß«, sagte der Athlet vom ASV Köln. Die deutsche 4x100-Meter-Staffel war am Vormittag in 37,97 Sekunden ins Finale am Sonntag eingezogen und hatte ihren Anfang Juni aufgestellten deutschen Rekord verbessert.

Das deutsche Frauen-Quartett schaffte die Qualifikation für den Endlauf am Sonntag ohne die nach ihrem Sturz beim 100-Meter-Triumph am Knie genähte Gina Lückenkemper, aber mit Alexandra Burghardt. Die Olympia-Zweite von Peking im Bob wurde im Finale über 200 Meter Achte. Den Sieg sicherte sich Hallenweltmeisterin Mujinga Kambundji aus der Schweiz.

Burghardt (Burghausen), Lisa Mayer (Wetzlar), Jessica-Bianca Wessolly (Mannheim) und Rebekka Haase (Wetzlar) mussten sich am Freitagvormittag im Münchner Olympiastadion in ihrem Vorlauf lediglich Frankreich (43,24) geschlagen geben. Das deutsche Team, das nicht höchstes Risiko bei den Wechseln ging, verbuchte die fünftbeste Vorlaufzeit. Ob Lückenkemper die Chance auf ihr zweites Gold wahrnehmen kann, ist offen. Nach ihrem Sturz bei ihrem überraschenden Triumph über die 100 m soll voraussichtlich im Laufe des Samstags über einen Start entschieden werden. Lückenkemper hatte sich mit ihren Spikes eine Fleischwunde am linken Knie zugefügt, die genäht werden musste. »Die Ärzte und Physios geben alles«, sagte Ronald Stein, der für die Staffeln zuständige Bundestrainer.

Anders als über viele Jahre zuvor gab es im Diskuswurf der Männer wenig überraschend keine Medaille. Der Magdeburger Henrik Janssen kam mit 61,11 Metern auf Platz zehn, Gold holte der 19-jährige Litauer Mykolas Alekna - Sohn der litauischen Diskus-Legende Virgilius Alekna - mit 69,78 Metern vor Weltmeister Kristjan Ceh aus Slowenien, der 68,28 Meter weit warf.

Über 400 Meter Hürden triumphierte Norwegens Olympiasieger Karsten Warholm in 47,12 Sekunden und löschte den 40 Jahre alten EM-Rekord von Harald Schmid aus. Auch hier gab es für das deutsche Team durch Joshua Abuaku einen fünften Platz. Carolina Krafzik blieb auf dieser Distanz vor dem letztem Hindernis fast stehen und wurde Letzte. Die Niederländerin Femke Bol gewann wie schon zuvor über die 400 Meter.

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