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Gut lachen hat Max Verstappen. Er ist WM-Spitzenreiter und kann in Brasilien einen weiteren Schritt zu seinem ersten Formel-1-Titel machen.

Sprint spaltet weiter

Die Formel-1-Führung feiert den Sprint als spektakuläre Innovation, WM-Spitzenreiter Max Verstappen sieht Verbesserungsbedarf und geht mit gemischten Gefühlen in das Rennen in Sao Paulo.

Für Formel-1-Boss Stefano Domenicali sind Sprintrennen ein »unglaublicher Erfolg«, WM-Spitzenreiter Max Verstappen würde dagegen gleich »an ein paar Dingen« feilen. Vor dem dritten Sprint der Königsklassen-Geschichte und dem letzten der Saison in Sao Paulo (Samstag, 20.30 Uhr MESZ/Sky) gehen die Ansichten auseinander.

»Ich denke, die wesentliche Spannung geht vom Start aus. Danach fährt man mit einem Satz Reifen, der bis zum Ende hält, es gibt auch nicht viele Überholmanöver«, mäkelte Red-Bull-Star Verstappen. Beim Sprint-Format müsse zudem das Set-up nach einem nur 60-minütigen Training für den Rest des Wochenendes stehen, Motorstrafen gelten aber erst für das Hauptrennen. Das passe nicht zusammen. Ein Spielverderber will Verstappen allerdings auch nicht sein: »Wenn die Leute den Nervenkitzel eines Starts mögen, warum dann nicht eben zwei Starts an einem Wochenende?« Mit seiner Kritik wird der 24-Jährige ohnehin nicht viel ausrichten. Das Format ist attraktiv für Fans, besonders aus der jungen Generation. Rund 100 km, maximal 30 Minuten, das entspricht dem Zeitgeist. Wer crasht oder nach einem Fehler weit zurückfällt, zerstört seinen Grand Prix gleich mit. Denn neben mehr Action und bis zu drei WM-Punkten geht es im Sprint vor allem um die Ermittlung der Startreihenfolge für den Großen Preis am Sonntag (18 Uhr MEZ/Sky).

Einen Rückschlag erlitt Lewis Hamilton: Der Mercedes-Star wird beim viertletzten Saisonrennen am Sonntag um fünf Startplätze zurückversetzt. Bei Hamiltons Boliden wird der fünfte Verbrennungsmotor des Jahres eingesetzt, straffrei dürfen in dieser Saison nur drei solcher Aggregate genutzt werden. Immerhin gewann der Brite die Qualifikation vor Verstappen.

Derweil ist Haas-Pilot Mick Schumacher im ersten Qualifikationsdurchgang ausgeschieden. Der 22-Jährige verpasste am Freitag als 19. die zweite K.o.-Runde. In der Qualifikation wird die Startaufstellung für den Sprint ermittelt. Auch Sebastian Vettel ist im zweiten Qualifikationsabschnitt ausgeschieden. Der Aston-Martin-Fahrer kam nicht über Rang zwölf hinaus, hätte mindestens Zehnter werden müssen.

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