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Spanier müssen lange zittern

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Diego Costa hat WM-Favorit Spanien gegen den krassen Außenseiter Iran auf Achtelfinal-Kurs gebracht und den Hoffnungen der leidenschaftlich verteidigenden Asiaten auf eine WM-Sensation einen Dämpfer versetzt. Dank des dritten Turniertreffers des Angreifers besiegte der drückend überlegene, aber offensiv zu ideenlose Weltmeister von 2010 den Iran am Mittwoch vor 42 718 Zuschauern in Kasan mit 1:0 (0:0). Die Spanier knackten das massive Abwehr-Bollwerk durch ihren Mittelstürmer erst in der zweiten Halbzeit (54.) und mussten am Ende sogar noch um den Sieg bangen. »Ich hatte ein bisschen Glück beim Tor. Wir haben die nötige Geduld und Ruhe bewiesen«, sagte der Siegtorschütze.

Diego Costa hat WM-Favorit Spanien gegen den krassen Außenseiter Iran auf Achtelfinal-Kurs gebracht und den Hoffnungen der leidenschaftlich verteidigenden Asiaten auf eine WM-Sensation einen Dämpfer versetzt. Dank des dritten Turniertreffers des Angreifers besiegte der drückend überlegene, aber offensiv zu ideenlose Weltmeister von 2010 den Iran am Mittwoch vor 42 718 Zuschauern in Kasan mit 1:0 (0:0). Die Spanier knackten das massive Abwehr-Bollwerk durch ihren Mittelstürmer erst in der zweiten Halbzeit (54.) und mussten am Ende sogar noch um den Sieg bangen. »Ich hatte ein bisschen Glück beim Tor. Wir haben die nötige Geduld und Ruhe bewiesen«, sagte der Siegtorschütze.

Zum sicheren Einzug ins Achtelfinale benötigen die Iberer im letzten Gruppenspiel gegen Marokko am nächsten Montag noch einen Punkt oder einen Sieg Portugals gegen Iran im Parallel-Spiel. »Ich bin zufrieden. Das war nicht einfach. Der Iran hat das stark gemacht«, sagte Spaniens Trainer Fernando Hierro.

Die Iberer standen nach dem überraschenden 1:0-Sieg der Iraner gegen Marokko schon im zweiten Gruppenspiel unter Druck und durften sich keinen Ausrutscher erlauben. Zudem waren die iranischen Fans in der Kasan-Arena eindeutig in der Überzahl und feuerten ihr Team lautstark an. Überzahl hatten die von Trainer Carlos Queiroz sehr defensiv eingestellte Elf auch in der Abwehr. Teilweise mit Sechserkette stellte sich der Außenseiter den spanischen Ballkünstlern entgegen und wehrte sich auch mit nicht immer legalen Mitteln.

Torchancen erspielte sich der Weltmeister von 2010 daher zunächst kaum. Ein Freistoß von David Silva (25.) landete bei Torhüter Alireza Beiranvand, fünf Minuten später scheiterte der Offensivspieler von Manchester City mit einem Drehschuss nach Vorarbeit von Gerard Piqué. Nach der Pause erhöhten die Spanier den Druck und kame durch Piqué, der sein 100. Länderspiel absolvierte, zu einer weiteren Gelegenheit, ehe Diego Costa der längst überfällige Führungstreffer gelang. Dabei profitierte der Stürmer davon, dass ihn Verteidiger Ramin Rezaeian beim Rettungsversuch anschoss.

Zuvor hatten die Iraner die beste Torchance: Karim Ansarifard traf bei einem Konter nur das Außennetz, kurz darauf wurde ein Treffer der Asiaten wegen Abseitsstellung per Videobeweis nicht anerkannt. In der Schlussphase wurde die Partie wesentlich unterhaltsamer, da die Iraner ihre Mauertaktik aufgeben mussten und auch die Spanier noch zu gute Tormöglichkeiten kamen. Die beste Chance zum Ausgleich vergab Mehdi Taremi in der 82. Minute mit einem Kopfball, der knapp über das Tor strich.

Iran: Beiranvand – Rezaeian, Pouraliganji, Hosseini, Hajsafi (69. Mohammadi) – Taremi, Ebrahimi, Ezatolahi, Amiri (86. Ghoddos), Ansarifard (74. Jahanbakhsh) – Azmoun.

Spanien: de Gea – Carvajal, Piqué, Sergio Ramos, Jordi Alba – Busquets – Isco, Iniesta (71. Koke), David Silva, Vazquez (79. Asensio) – Diego Costa (89. Rodrigo).

Im Stenogramm: SR: Cunha (Uruguay). – Zu.: 42 718. – Tor: 0:1 Diego Costa (54.). – Gelb: Amiri (1), Ebrahimi (1).

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