Leipziger Jubel: Nordi Mukiele (l.) und Marcel Sabitzer feiern in Istanbul einen späten Sieg. FOTO: DPA
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Leipziger Jubel: Nordi Mukiele (l.) und Marcel Sabitzer feiern in Istanbul einen späten Sieg. FOTO: DPA

Sörloth erlöst Leipzig

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(sid). Torwart Peter Gulacsi drückte Alexander Sörloth fest an sich und wollte den Norweger gar nicht mehr loslassen. Auch die Teamkameraden fielen dem Stürmer in die Arme: Der bisherige Pechvogel führte RB Leipzig in einem wahren Krimi mit seinem späten Tor per Weitschuss (90.+2) zum 4:3 (2:1)-Sieg bei Basaksehir Istanbul und damit doch noch auf Achtelfinal-Kurs in der Champions League.

"Ich habe ihm kurz gratuliert. Für ihn war es ein kompliziertes Spiel. Aber wie ich schon gesagt habe, als Stürmer musst du einfach treffen, der Rest ist scheißegal", sagte Trainer Julian Nagelsmann nach dem knappen Sieg.

"Wir freuen uns, jetzt haben wir ein echtes Endspiel gegen Manchester", sagte Emil Forsberg mit Blick auf die bisherige Punkteausbeute von neun Zählern. Dayot Upamecano sah in Istanbul seine dritte Gelbe Karte und fehlt Leipzig damit gegen Manchester. Durch den Erfolg kann RB außerdem auf jeden Fall in der Europa League überwintern.

Sörloth hatte in den zehn Spielen zuvor noch nicht ein Tor für Leipzig erzielt und auch keines vorbereitet. Der 20-Millionen-Einkauf von Crystal Palace stand schon heftig in der Kritik. Gegen Basaksehir nahm der 24-Jährige aber in letzter Minute seinen ganzen Mut zusammen und ließ Leipzig jubeln.

Dadurch hatten die Leipziger nach einem hochdramatischen Abend das bessere Ende für sich. Yussuf Poulsen (26.), Nordi Mukiele (43.) und Dani Olmo (66.) erzielten bis zur Nachspielzeit die Tore für die Sachsen, Irfan Can (45.+3/72./85.) traf mit einem Dreierpack für den türkischen Meister.

"Das war ein verrücktes Spiel. Der Spielverlauf in der zweiten Halbzeit hat uns nicht zwingend als Sieger vorgesehen. Unser Sieg war schon glücklich", sagte Nagelsmann.

Nach knapp einer halben Stunde wurde Leipzigs Sturm und Drang mit dem Führungstor belohnt. Nach einem Weitschuss von Kapitän Sabitzer fälschte Poulsen den Ball unhaltbar zum 1:0 ab. Leipzig blieb hellwach, wieder war es der umtriebige Forsberg, der im Fallen Mukiele bediente. Der Franzose erzielte mit seinem ersten Europapokal-Treffer das 2:0.

Doch es blieb spannend. Noch vor der Pause gab Basaksehir durch Cans Weitschuss-Treffer die Antwort.

Die Partie wurde zur Nervenprobe. Olmo erhöhte zwar auf 3:1 (66.), doch Can hielt die Gastgeber mit zwei weiteren Toren im Rennen, ehe Sörloth die Gäste erlöste.

Istanbul Basaksehir: Günok - Rafael, Ponck, Skrtel (46. Epureanu), Bolingoli-Mbombo (36. Chadli) - Kahveci, B. Özcan (46. Tekdemir), Türüc - Visca (65. Giuliano), Ba, Gulbrandsen (84. Crivelli) RB Leipzig: Gulacsi - Mukiele, Upamecano, Konaté, Angelino - Kampl (46. Adams), Sabitzer - Haidara (90.+4 Orban), Olmo (87. Kluivert), Forsberg (65. Sörloth) - Poulsen

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Carlos del Cerro (Spanien) Tore: 0:1 Poulsen (26.), 0:2 Mukiele (43.), 1:2 Kahveci (45.+3), 1:3 Olmo (66.), 2:3 Kahveci (72.), 3:3 Kahveci (85.), 3:4 Sörloth (90.+2).

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