Frankfurts Andre Silva scheitert hier zwar an Salzburgs Torwart Cican Stankovic, hat aber mit seinen beiden Treffern maßgeblichen Anteil am Achtelfinaleinzug der Eintracht. FOTO: DPA
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Frankfurts Andre Silva scheitert hier zwar an Salzburgs Torwart Cican Stankovic, hat aber mit seinen beiden Treffern maßgeblichen Anteil am Achtelfinaleinzug der Eintracht. FOTO: DPA

Silva schnürt Doppelpack

  • vonred Redaktion
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Die Frankfurter Eintracht zieht in Salzburg in die nächste Runde der Fußball-Europa-League ein. Beim 2:2 im Rückspiel müssen die Hessen vor allem am Anfang bangen.

Die Reise durch Europa geht weiter. Nach einem konfusen Beginn, einem Zwischenspurt und einem souveränen Ende hat Eintracht Frankfurt das Ticket fürs Achtelfinale der Europa League gelöst - dank einer kämpferisch ansprechenden Leistung und André Silva, der zwei saubere Tore machte beim 2:2 (1:1) in Salzburg. Durch das 4:1 im Hinspiel dürfen sich die Hessen weiter international präsentieren - im Achtelfinale wartet der FC Basel.

Das ursprünglich für Donnerstag angesetzte Spiel an der Salzach fiel ja dem dann gar nicht so stürmischen Orkan "Bianca" zum Opfer und wurde am Freitag nachgeholt.

Trotz des 4:1-Erfolges im Hinspiel ging ein bisschen die Furcht um, die Eintracht könne die gute Ausgangsposition noch herschenken. Diese Sorge schien anfangs nicht unbegründet, das auf fünf Positionen veränderte Team kam nicht so recht in die Partie, während die Österreicher einen Angriff nach dem nächsten fuhren. Lange mussten die Salzburger Fans nicht warten, ehe ihr Team in Führung ging. Daichi Kamada ging zu halbherzig in einen Zweikampf, und Andreas Ulmer hämmerte die Kugel unter die Latte (10.).

Die Eintracht torkelte in der Folge von einer Verlegenheit in die nächste: Sekou Koita zwang Torwart Kevin Trapp zu einer Glanztat (12.), ehe Enock Mwepu scheiterte (13.).

Nur langsam befreiten sich die Gäste aus der Umklammerung. Kamada kam erstmals vielversprechend nach vorne, wurde aber von Keeper Cican Stankovic gestoppt (18.). Die Eintracht brachte die Partie besser unter Kontrolle, spielerisch blieb sie Vieles schuldig.

Es war alles andere als Zufall, dass die drei offensivstarken Akteure auch für den Ausgleich verantwortlich zeichneten. Nach einem Ballgewinn von Djibril Sow schaltete Kamada schnell, brachte Filip Kostic ins Spiel, dessen präzise Hereingabe drückte Silva per Kopf ins Tor (30.). Das beruhigende 1:1, "das hat ihnen den Stecker gezogen", fand Hütter und lobte den Torschützen: "Er geht auf die erste Stange, das Tor hat er sensationell gemacht. André hat ein tolles Spiel gemacht."

Die Frankfurter gingen im zweiten Abschnitt aber mit ihren Konterchancen fahrlässig um, Kostic war gleich mehrfach durchgebrochen, passte aber entweder zu steil auf Silva (66.) oder schoss zu unpräzise (70.). Das sollte sich tatsächlich rächen, nach einer Ecke übersprang Jerome Onguene Martin Hinteregger und köpfte zum 2:1 ein (72.).

Coach Hütter antwortete mit einer Defensivtaktik, er brachte Danny da Costa für Kamada und stellte Stefan Ilsanker in die Viererkette. André Silva war es, der mit einem Schlenzer zum 2:2 den Deckel draufmachte (83.).

RB Salzburg: Stankovic; Vallci, Ramalho, Onguené, Ulmer, Mwepu (75. Berisha), Camara, Szoboszlai (86. Bernede), Daka, Hwang, Koita (66. Okafor).

Eintracht Frankfurt: Trapp; Abraham, Hinteregger, NZDicka - Touré, Ilsanker, Rode, Kostic (88. Chandler) - Kamada (73. da Costa), Sow - A. Silva (88. Paciencia).

Im Stenogramm / SR: Bastien (Frankreich). - Zu.: 29 000 (ausverkauft). - Tore: 1:0 Ulmer (10.), 1:1 A. Silva (30.), 2:1 Onguené (72.), 2:2 A. Silva (83.).

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