Luftsprünge vor Freude wollen Erling Haaland und Co. von Borussia Dortmund heute Abend beim Champions-League-Spiel gegen Zenit St. Peterburg machen. FOTO: DPA
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Luftsprünge vor Freude wollen Erling Haaland und Co. von Borussia Dortmund heute Abend beim Champions-League-Spiel gegen Zenit St. Peterburg machen. FOTO: DPA

BVB zum Siegen verpflichtet

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Borussia Dortmund muss gegen Zenit St. Petersburg liefern. Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig steht im Theater der Träume bei Manchester United eine Reifeprüfung bevor.

Borussia Dortmund muss schon im ersten Europapokal-Heimspiel der Saison ein Horrorszenario verhindern, RB Leipzig spielt um internationales Prestige und setzt zum großen Sprung in Richtung Achtelfinale an. Am zweiten Spieltag der Champions League ist die Ausgangslage für die Spitzenteams der Fußball-Bundesliga höchst unterschiedlich. Unter Druck steht vor allem der BVB.

Gegen Zenit St. Petersburg ist für Dortmund am Mittwochabend (21.00 Uhr/Sky) nach dem Champions-League-Fehlstart ein Sieg fast schon Pflicht. "Das Weiterkommen ist komplett unser Ziel und auch unsere Verantwortung", sagte Sportdirektor Michael Zorc. "Wir dürfen uns keinen Ausrutscher mehr erlauben."

Diesen hatte sich das Team von Trainer Lucien Favre beim 1:3 bei Lazio Rom zum Auftakt geleistet. Zum zweiten Mal nach dem Ligaspiel beim FC Augsburg hatte der BVB schwer enttäuscht. Eine abermals schwache Vorstellung gegen den russischen Meister würde die großen Ziele in einer allgemein als machbar bis leicht eingeschätzten Gruppe gefährden. Auch finanziell wäre das Aus in Zeiten fehlender Zuschauereinnahmen ein schwerer Schlag.

"Wir müssen gewinnen", forderte Zorc auch deshalb. Die Aufgabe erscheint machbar. St. Petersburg hat zum Auftakt überraschend gegen den FC Brügge verloren (1:2), ist seit zwölf Europacupspielen ohne Sieg und hat die Generalprobe gegen Rubin Kasan (1:2) in den Sand gesetzt. Stürmer Sardar Azmoun fehlt - wie beim BVB Emre Can - wegen einer Corona-Erkrankung.

Wenig spricht also gegen den ersten Sieg und weitere Wiedergutmachung - wären da nicht die Nerven und der Druck. "Wir müssen unbedingt Geld verdienen", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zuletzt im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF.

Deutlich entspannter reist Bundesliga-Tabellenführer RB Leipzig nach England - obwohl auf den Halbfinalisten der Vorsaison bei Manchester United (21.00 Uhr/DAZN) die bislang größte Herausforderung der Saison erwartet.

Zu gewinnen gibt es für RB gegen das Starensemble um Weltmeister Paul Pogba viel. Nach dem Auftaktsieg in der Gruppe H gegen den türkischen Meister Basaksehir Istanbul (2:0) kämen die Sachsen dem erneuten Einzug ins Achtelfinale mit einem weiteren Erfolg einen großen Schritt näher. "Wir fahren da nicht für Kaffee und Kuchen hin. Wir wollen gewinnen", sagte Kapitän Marcel Sabitzer.

RB mit Halstenberg auf die Insel

Mit auf die Insel nahm Nagelsmann allerdings Verletzungssorgen. Lukas Klostermann, Konrad Laimer (beide Knie-OP) und Amadou Haidara (positiver CoronaTest) stehen nicht zur Verfügung, gegen Berlin fiel zusätzlich Nordi Mukiele aus.

Immerhin: Nationalspieler Marcel Halstenberg, der am Wochenende aufgrund einer Trauerfeier fehlte, kehrt zurück. Mit einer Idealbesetzung kann Nagelsmann auch aufgrund der Belastungssteuerung trotzdem nicht planen. "Es wird schon so sein, dass der eine oder andere auf einer Position spielen muss, auf der er es nicht gewohnt ist", sagte Trainer Julian Nagelsmann.

Deutlich besser steht Ole Gunnar Solskjaer da. Der United-Teammanager kann in der Offensive um Marcus Rashford, Anthony Martial, Edinson Cavani und Mason Greenwood aus dem Vollen schöpfen.

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