Laura Siegemund zieht in die zweite Runde der French Open ein. FOTO: AFP
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Laura Siegemund zieht in die zweite Runde der French Open ein. FOTO: AFP

Siegemund und Görges in Runde zwei

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(sid). Julia Görges und Laura Siegemund beeindrucken mit mentaler Power, die "KraMies" sind zum Start ihrer Mission Titelverteidigung sofort auf Temperatur: Die deutschen Tennisprofis haben an einem verregneten Dienstag in Paris mit starken Leistungen überzeugt. Siegemund und Görges übersprangen als erste deutsche Frauen die Auftakthürde der diesjährigen French Open, verhinderten ein Debakel für den Deutschen Tennis Bund (DTB) und treffen nun direkt aufeinander.

Kevin Krawietz und Andreas Mies unterstrichen im Doppel ihre Ambitionen. Das Duo aus Coburg und Köln, das 2019 sensationell den Titel gewonnen hatte, behielt mit einem 6:2, 6:3-Erfolg gegen Alexander Bublik und Michail Kukuschkin (Kasachstan) locker die Oberhand. "Es ist sehr schön, an diesen magischen Ort zurückzukehren. Wir hatten beide Gänsehaut, als wir auf die Anlage kamen", sagte Mies: "Wir sind sehr zufrieden, dass wir das erste Match gewonnen haben. Aber es ist schon auch noch Luft nach oben."

Schwerer kämpfen mussten Siegemund bei ihrem 7:5, 6:3-Erfolg gegen die Französin Kristina Mladenovic sowie Görges, der ein 6:3, 6:7 (4:7), 6:1-Erfolg gegen die an Nummer 19 gesetzte US-Amerikanerin Alison Riske gelang. Schon im zweiten Satz hatte Görges Matchbälle, musste dann aber noch in die Verlängerung.

"Ich habe das insgesamt gut gemanagt", sagte Siegemund nach ihrem Auftritt auf dem legendären Court Philippe Chatrier: "Ein bisschen Atmosphäre drumherum gehabt zu haben, hat gut getan."

Gut getan haben die Auftritte auch dem DTB, der bei den Damen zuvor Enttäuschungen einstecken musste. Angelique Kerber, Andrea Petkovic, Tamara Korpatsch und Anna-Lena Friedsam hatten allesamt ihre Auftaktduelle verloren.

Bei den Männern konnte der DTB dagegen bis Dienstag eine perfekte Bilanz vorweisen - dann schied Philipp Kohlschreiber trotz beherzten Kampfes aus. Er blieb mit 4:6, 6:4, 1:6, 4:6 an dem an Nummer 20 gesetzten Chilenen Cristian Garin hängen. Alexander Zverev kämpft dagegen am heutigen Mittwoch gegen den Franzosen Pierre-Hugues Herbert genauso um den Drittrundeneinzug wie Dominik Koepfer gegen 2015-Sieger Stan Wawrinka. Auch Jan-Lennard Struff und Daniel Altmaier sind weiter dabei und messen sich in einem deutschen Duell.

Der 36 Jahre alte Augsburger Kohlschreiber war mit seinem Auftritt nicht mal so unzufrieden, es wäre durchaus mehr drin gewesen. "Er ist einfach ein Beißer. Es war ein ganz ordentlicher Schlagabtausch", sagte Kohlschreiber. Nach dem Match sagte er, dass seine "Liebe zum Sport" noch immer voll da sei, trotz der aktuell komplizierten Umstände. In dem Davis-Cup-Spieler brennt weiter das Feuer. Gleichwohl folgte der serbische Weltranglistenerste Novak Djokovic den weiteren Topfavoriten Rafael Nadal (Spanien) und Dominic Thiem (Österreich) in die zweite Runde.

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