Laura Siegemund setzt sich gegen Julia Görges durch und steht in Paris in der dritten Runde. FOTO: AFP
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Laura Siegemund setzt sich gegen Julia Görges durch und steht in Paris in der dritten Runde. FOTO: AFP

Siegemund und Altmaier

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Daniel Altmaier dreht im deutschen Duell in Paris auf und schafft eine Überraschung, Kevin Krawietz/Andreas Mies dürfen von der Titelverteidigung träumen. Auch Laura Siegemund steht in der dritten Runde.

Daniel Altmaier stand eine Stunde nach seinem großen Coup im Kumpel-Duell noch ziemlich unter Strom. "Ich kenne ihn, seit ich 14, 15 Jahre alt bin", sagte der 22 Jahre alte Qualifikant, kurz nachdem er im deutschen Duell den klaren Favoriten Jan-Lennard Struff ausgeschaltet hatte: "Ich wusste, dass es ein sehr mentales Spiel wird." Und er fügte scherzhaft an: "Ich bin eine Maschine."

Altmaier, erstmals bei den French Open im Hauptfeld, bewies starke Nerven, setzte sich klar mit 6:3, 7:6 (7:4), 6:3 gegen den Weltranglisten-32. durch und folgte Alexander Zverev in die dritte Runde. Kurz später stieß auch Laura Siegemund einen Urschrei aus. Die 32-Jährige gewann die schwarz-rot-goldene Nervenschlacht gegen Julia Görges mit 1:6, 6:1, 6:3. Kevin Krawietz und Andreas Mies dürfen nach ihrem Achtelfinaleinzug weiter von der Titelverteidigung im Doppel träumen.

Während Altmaier, den in der Vergangenheit immer wieder Verletzungen zurückwarfen, sein Abenteuer bei den French Open fortsetzen darf, trat Struff frustriert die Heimreise an. "Ich hätte gerne einen Satz gewonnen und geschaut, ob er dann ins Überlegen kommt", sagte die Nummer zwei des Deutschen Tennis Bundes (DTB). Struff traut seinem Kontrahenten, den er aus gemeinsamen Trainings gut kennt, nun weitere Überraschungen zu: "Wenn er so spielt, hat er natürlich eine Chance, ich drücke ihm die Daumen."

Auch die 32 Jahre alte Siegemund begeisterte durchaus, vor allem mit ihrem starken Willen. Gegen die 25 Weltranglistenplätze höher eingestufte Görges kam sie nach einem Fehlstart entschlossen zurück. "Das war ein reines Kampfspiel", sagte Barbara Rittner, Head of Womens Tennis bei Eurosport: "Laura war am Ende die toghere."

Hochzufrieden war das Duo Krawietz/Mies nach dem zweiten Schritt der Mission Titelverteidigung. "Die Energie war von Anfang an sehr gut. Es war ein sehr solides Match", sagte Krawietz nach dem lockeren 6:2, 6:0 gegen Federico Coria/Diego Schwartzman aus Argentinien: "Wir haben unsere Chancen sehr konsequent genutzt." Schritt für Schritt nähert sich das Duo aus Coburg/Köln dem Toplevel, das es 2019 beim Titelgewinn abrief. "Ich merke, dass wir noch von der Bestform entfernt sind, uns aber in die Richtung bewegen", sagte Mies und kündigte weitere Taten an.

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