Wiedersehen macht Freude: Die Mönchengladbacher um Christoph Kramer (r.) hoffen auf ein ähnliches Erfolgserlebnis wie im Hinspiel bei Schachtjor Donezk (l. Taison), das sie Anfang November mit 6:2 gewonnen haben. FOTO: DPA
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Wiedersehen macht Freude: Die Mönchengladbacher um Christoph Kramer (r.) hoffen auf ein ähnliches Erfolgserlebnis wie im Hinspiel bei Schachtjor Donezk (l. Taison), das sie Anfang November mit 6:2 gewonnen haben. FOTO: DPA

Siege fest eingeplant

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Bayern München will gegen Salzburg vorlegen, um so schnell wie möglich das Achtelfinale zu erreichen. Auch Borussia Mönchengladbach kann gegen Donezk einen großen Schritt machen.

Bayern München will "so schnell wie möglich" ins Achtelfinale, Borussia Mönchengladbach zumindest einen großen Schritt in Richtung K.-o.-Runde machen: Mit verschiedenen Ausgangslagen, aber einem gemeinsamen Ziel gehen die beiden Fußball-Bundesligisten am Mittwoch in ihre Champions-League-Heimspiele gegen RB Salzburg bzw. Schachtjor Donezk. Schließlich winken als Zugabe wertvolle Königsklassen-Millionen.

Bayern-Trainer Hansi Flick ließ daher auch etwaige Zweifel an den Ambitionen der ewig hungrigen Triple-Gewinner gar nicht erst aufkommen. "Es ist absolut unser Ziel, dass wir den Sack so schnell wie möglich zu- und den Achtelfinal-Einzug klarmachen", betonte der Bayern-Trainer mit dem typischen Münchner Selbstbewusstsein vor der Begegnung gegen Salzburg (21.00 Uhr/Sky).

Geht es nach Flick, wird sich der Titelverteidiger gegen Österreichs Dauermeister mit dem 15. Sieg in der Königsklasse hintereinander vorzeitig für die K.-o.-Runde qualifizieren. Und gleichzeitig mit Nachdruck beweisen, dass das ernüchternde 1:1 gegen Werder Bremen in der Bundesliga ein einmaliger Ausrutscher im so anspruchsvollen Adventsprogramm war. Doch Flick plagen Personalprobleme. Schlüsselspieler Joshua Kimmich fällt wie Alphonso Davies länger aus. Die Hoffnung auf eine Rückkehr von Kimmich-Ersatz Corentin Tolisso zerstob wie die auf Bouna Sarr (beide muskuläre Probleme). Niklas Süle hat seinen Trainingsrückstand noch nicht aufgeholt. Hinter Lucas Hernandez (Becken) steht ein dickes Fragezeichen. Und Abwehrtalent Tanguy Nianzou wurde für die Gruppenphase nicht gemeldet.

Das Kimmich-Problem "werden wir lösen", versprach Flick: "Wir haben Spieler, die Qualität haben." Zum Beispiel Leon Goretzka. Er sei "bereit, mich noch stärker am Spielaufbau zu beteiligen", betonte der Nationalspieler. Flick warnte derweil beinahe mantraartig vor Salzburg und prophezeite: "Sie werden ihre Chance suchen." Wie beim 6:2 der Bayern im Hinspiel, als RB fast 80 Minuten auf Augenhöhe war.

Sogar mit 6:0 gewann Gladbach den ersten Vergleich mit Donezk, der Traum vom Achtelfinale lebt mehr denn je. Marco Rose warnte dennoch vor zu viel Euphorie. "Jetzt kommen die Spiele, die alles entscheiden. Im Grunde haben wir noch nichts erreicht", sagt der Gladbach-Trainer. Dabei ist die Ausgangslage in der schwierigen Gruppe B vor dem Heimspiel gegen Ukraines Meister (18.55/DAZN) ungeahnt gut. Denn mit einem Sieg gegen Schachtjor könnte Tabellenführer Gladbach die Schwergewichte Real Madrid und Inter Mailand weiter in Schach halten. Kühne Optimisten rechnen bereits vor, dass drei Punkte gegen Schachtjor und ein Remis eine Woche später im Heimspiel gegen Inter reichen könnten, um erstmals die Gruppenphase zu überstehen. Doch so weit will Rose nicht denken.

"Wir müssen gewinnen und nicht an Dinge denken, die uns ablenken. Spielen wir doch erst einmal das Spiel. Danach können wir über die Konstellation reden", sagte Rose am Dienstag. Gleichzeitig war der Gladbach-Trainer damit beschäftigt, nach dem furiosen 6:0 im Hinspiel vor zu viel Übermut zu warnen. "Schachtjor wird völlig anders auftreten und versuchen, das Ganze wieder zu drehen", sagt Rose. Helfen könnte dabei möglicherweise doch noch Alassane Plea. Der Franzose, der im Hinspiel drei Tore erzielt hatte, befindet sich nach seiner Corona-Infektion nicht mehr in Quarantäne. "Er ist wieder freigegeben und darf auch trainieren", sagte Rose.

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