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Sexismus-Skandal: OK-Chef Mori zurückgetreten

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(dpa). Mit dem Rückzug des umstrittenen Organisationschefs wollen Japans Olympia-Gastgeber den immensen Imageschaden nach dessen frauenfeindlichen Aussagen begrenzen und den Fokus wieder auf die schwierigen Vorbereitungen der Spiele lenken. Kein halbes Jahr vor dem geplanten Start der Sommerspiele in Tokio war Yoshiro Mori am Freitag nach abfälligen Kommentaren über Frauen zurückgetreten.

Das Internationale Olympische Komitee sieht die Spiele dadurch allerdings nicht beeinträchtigt. »Das IOC wird mit seinem Nachfolger weiterhin Hand in Hand zusammenarbeiten, um sichere und gefahrlose Olympische Spiele 2021 in Tokio auszurichten«, sagte IOC-Präsident Thomas Bach.

Der Rücktritt Moris soll keine Verzögerungen bei der Vorbereitung der Sommerspiele zur Folge haben, die am 23. Juli eröffnet werden sollen. Ein Nachfolger werde in Kürze von einer Arbeitsgruppe bestimmt, sagte OK-Geschäftsführer Toshiro Muto.

Mori hatte letzte Woche bei einer Online-Vorstandssitzung des OK gesagt, dass Sitzungen mit Frauen sich in die Länge zögen, weil die miteinander konkurrierenden Frauen alle reden wollten. Seither hatte es in Japan und auch international einen Sturm der Entrüstung gegeben.

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