Serbien sagt ab

(dpa). Neues Outfit, neuer Sponsor - aber auch neue Probleme: Die Aufbruchstimmung bei Deutschlands Handballern wurde neun Tage vor dem Auftakt der Europameisterschaft durch die Absage von Länderspielgegner Serbien gedämpft. Wegen mehrerer Corona-Fälle kann das Balkan-Team nicht zu den EM-Tests am Freitag in Mannheim und Sonntag in Wetzlar anreisen.

»Wir sind ein wenig durch den Wind«, beschrieb DHB-Vorstandschef Mark Schober am Dienstag die Stimmungslage. »Wir arbeiten mit Hochdruck daran, gegen eine andere Nationalmannschaft anzutreten und sprechen derzeit mit mehreren Verbänden.« Schon am Mittwoch hofft der Deutsche Handball-Bund, einen Ersatzgegner präsentieren zu können.

Die Absage der Serben hatte die Verantwortlichen am Montagabend erreicht und kalt erwischt. »Es ist extrem schade, dass die Serben nicht anreisen können. Wir vertrauen darauf, dass wir gegen einen anderen Gegner spielen und unsere EM-Vorbereitung planmäßig fortsetzen können«, sagte Bundestrainer Alfred Gislason.

Seit dem Neujahrstag feilt der 62 Jahre alte Isländer mit dem Team am Feinschliff für die Endrunde vom 13. bis 30. Januar in Ungarn und der Slowakei. »Bis jetzt läuft es sehr gut, wenn auch nicht perfekt. Alle geben Vollgas. Es macht großen Spaß, mit der Mannschaft zu arbeiten«, berichtete Gislason von den ersten positiven Eindrücken beim EM-Lehrgang in Großwallstadt.

Dort stellte der Verband am Dienstag sowohl einen neuen Hauptsponsor (Autohero) als auch die neuen Nationalmannschaftstrikots vor.

»Die DHB-Auswahl hat die größte Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit, daher ist das Trikot auch ein Markenzeichen«, sagte Schober. »Auch für die Spieler hat es durchaus Bedeutung, wie der Adler auf der Brust sitzt.«

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