Elfmeter-Killer: Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann pariert im Stechen gegen den Chemnitzer Tobias Müller und ist mit insgesamt zwei gehaltenen Bällen der Sieggarant für den Bundesligisten. FOTO: DPA
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Elfmeter-Killer: Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann pariert im Stechen gegen den Chemnitzer Tobias Müller und ist mit insgesamt zwei gehaltenen Bällen der Sieggarant für den Bundesligisten. FOTO: DPA

Sensationen bleiben aus

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(dpa). Tausende euphorische Fans in Rostock und Chemnitz gaben alles, die Favoriten wackelten - doch der Pokal-Trend in Corona-Zeiten hat sich auch am Sonntag fortgesetzt. Die Profi-Klubs aus der Bundesliga waren nicht zu schlagen. Die TSG Hoffenheim gewann beim Pflichtspiel-Debüt des neuen Trainers Sebastian Hoeneß vor 3095 Zuschauern beim Regionalligisten Chemnitzer FC mit großer Mühe mit 3:2 (2:2, 1:1, 0:0) im Elfmeterschießen. Aufsteiger VfB Stuttgart siegte vor sogar 7500 Fans knapp mit 1:0 (1:0) beim Drittligisten Hansa Rostock. Der SC Freiburg mühte sich am Abend vor einer wesentlich kleineren Kulisse von 452 Fans zu einem 2:1 (1:0) beim Drittligisten SV Waldhof Mannheim, bei dem am Samstag zwei Coronafälle bekannt geworden waren - deshalb stand die Austragung der Begegnung auf der Kippe. Spannend machte es auch Zweitligist SV Darmstadt 98, der beim Drittligisten 1. FC Magdeburg mit 0:2 zurücklag, sich nach Verlängerung aber mit 3:2 (0:2, 2:2) durchsetzte.

Bayer Leverkusen hatte dagegen gegen Regionalligist Eintracht Norderstedt beim 7:0 (6:0) überhaupt keine Mühe. Die Partie war wie etliche andere Spiele von Amateurvereinen wegen der Corona-Vorgaben ins Stadion des Erstligisten verlegt worden. Das machte es für die kleinen Klubs noch schwerer. Am Samstag hatten sich alle Bundesligisten durchgesetzt, am Freitag war Hertha BSC beim Zweitligisten Eintracht Braunschweig ausgeschieden - eher eine Überraschung als Sensation. Erstaunlich war auch der 2:0-Sieg von Regionalligist SSV Ulm gegen Zweitligist Erzgebirge Aue am Samstag. Am Sonntag düpierte Viertligist SV Elversberg zudem den Zweitligisten FC St. Pauli mit 4:2 (2:1). Zweitliga-Absteiger SV Wehen Wiesbaden warf am Abend den Bundesliga-Fast-Aufsteiger 1. FC Heidenheim mit 1:0 (0:0) aus dem Wettbewerb.

Südwest-Regionalligist TSV Steinbach Haiger unterlag gegen den Zweitligist SV Sandhausen mit 1:2 (1:2) und hatte eine Portion Pech, denn in der zweiten Hälfte war die Mannschaft aus dem Dillkreis dem Ausgleich nahe. Im Pech war auch Drittligist 1. FC Kaiserslautern, der Zweitligist Regensburg im Elfmeterschießen mit 3:4 (1:1, 1:1, 0:1) unterlag.

Am Samstag blieben den Amateuren meist nur kurzweilige Glücksgefühle. Regionalligist FSV Union Fürstenwalde führte in der Anfangsphase beim VfL Wolfsburg - und verlor doch deutlich mit 1:4. "Wir hätten uns gewünscht, dass wir wirklich zu Hause gespielt hätten. Das sind die Spiele, in denen die Zuschauer, die Emotionen mit reinbringen", sagte Trainer Matthias Maucksch.

Oberligist SV Todesfelde spielte indes im eigenen Stadion, die Kosten dafür betrugen 40 000 Euro. Aber auch mit Heimvorteil verlor der TSV mit 0:1 gegen Zweitligist VfL Osnabrück. Aber: "Am Ende überwiegt der Stolz. Wir wollten gerade unseren vielen ehrenamtlichen Helfern mit einem tollen Spiel danke sagen. Ich glaube, das ist uns gelungen", sagte Kapitän Luca Sixtus.

Heute Abend stehen vier weitere Duelle auf dem Programm. Dabei ist auch Borussia Dortmund gefordert und tritt ab 20.45 Uhr (ARD live) beim Drittligisten MSV Duisburg an. BVB-Trainer Lucien Favre verkündete am Wochenende ungewohnt forsch: "Wir wollen den Pokal gewinnen."

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