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Viel Applaus gibt’s für die Eintracht und Trainer Adi Hütter nach dem bislang so starken Jahr 2021. Heute wollen die Frankfurter gegen den FC Bayern ihre Serie von zehen Partien ohne Niederlage ausbauen.

Selbstvertrauen ist riesig

  • vonSID
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Eintracht Frankfurt ist heiß auf das Duell mit den Bayern. Die beste Mannschaft im Jahr 2021 will ihren Lauf auch gegen den Klub- Weltmeister fortsetzen, der einige personelle Probleme hat.

Adi Hütter tritt in diesen Tagen keineswegs auf die Euphoriebremse - schließlich sind die Überflieger von Eintracht Frankfurt heiß auf das Duell mit den Bayern. »Wir werden zeigen, dass wir nicht umsonst auf dem dritten Tabellenplatz stehen«, kündigte der Trainer der Hessen an. Und die Klub-Weltmeister, so scheint es, kommen aus Sicht der Eintracht genau zum richtigen Zeitpunkt in den Frankfurter Stadtwald.

Vor dem 100. Fußball-Bundesliga-Spiel gegen Rekordmeister Bayern München am Samstag (15.30 Uhr/Sky) ist das Selbstvertrauen riesig. Denn während bei den Münchnern durch personelle Probleme und mehrere Corona-Fälle Unruhe herrscht, beflügelt Hütters Elf der Traum von der erstmaligen Teilnahme an der Königsklasse. Auch dank eines attraktiven Offensivfußballs sind die Hessen seit zehn Ligaspielen ungeschlagen und derzeit die Mannschaft der Stunde.

»Was Titel angeht, ist Bayern aktuell die beste Mannschaft, was Leistung und Performance angeht, sind wir es tatsächlich 2021«, sagte Nationaltorhüter Kevin Trapp im »GQ«-Interview. Schließlich haben die Frankfurter in diesem Jahr mehr Punkte geholt als der Branchenprimus, dazu mit 39 Zählern nach 21 Spieltagen einen Vereinsrekord aufgestellt. Es läuft bei den Adlerträgern vom Main.

»Wir haben den Ehrgeiz, das Spiel gewinnen zu wollen, und wir wissen, dass wir dazu in der Lage sind«, versicherte Trapp. Doch sein Trainer stellte auch klar: Es brauche einen »Sahnetag« und ein »perfektes Topspiel«, sagte Hütter, dazu müsse »alles zusammenpassen, um die Bayern zu schlagen«. So wie im November 2019, als die Münchner zuletzt in Frankfurt aufliefen und mit 1:5 böse unter die Räder kamen - es war das letzte Spiel des damaligen Bayern-Trainers Niko Kovac. Von seiner offensiven Herangehensweise will Hütter heute nicht abrücken: »Wir spielen einen tollen Fußball. Ich kann versprechen, dass wir mutig sein werden.« Dass Torjäger André Silva wegen Rückenproblemen wackelt, drückte nur kurz auf die Stimmung. Als Alternative steht Luka Jovic für den ersten Startelfeinsatz nach seiner Rückkehr bereit.

Fredi Bobic träumt indes schon vom ersten »Titel« in dieser Saison - nach dem Vorbild der Kiezkicker vom FC St. Pauli, die im Februar 2002 die Bayern gestürzt hatten. Deshalb scherzte der Sportvorstand der Eintracht: »Vielleicht sind wir demnächst Weltpokalsiegerbesieger, dann können wir ein paar neue T-Shirts drucken.«

»Tragödie« um Bayerns Tolisso

Die Bayern mussten vor dem Duell eine weitere Hiobsbotschaft verkraften: Nach Angaben von Trainer Hansi Flick müssen die Münchner »mindestens drei Monate« auf Mittelfeldspieler Corentin Tolisso verzichten. Der französische Weltmeister hat sich im Training einen Muskelsehnenriss im linken Oberschenkel zugezogen. »Das hat mir sehr, sehr leidgetan. Das ist fast eine Tragödie, wenn man sich seine Historie anguckt«, sagte Flick am Freitag sichtlich angefasst. Der 26-Jährige sei bereits operiert worden. Der Bayern-Coach muss heute und wohl auch am Dienstag in Rom in der Champions League sieben Profis ersetzen. Thomas Müller und Benjamin Pavard fehlen nach positiven Corona-Tests. Serge Gnabry, Douglas Costa, Alexander Nübel und Tanguy Nianzou sind wie Tolisso verletzt. Immerhin kann Flick wieder auf Jerome Boateng, Leon Goretzka und Javi Martinez zählen. Der 55-Jährige sieht sein Team heute nicht in der Favoritenrolle: »Eintracht Frankfurt hat die beste Mannschaft 2021, hat die meisten Punkte geholt, hat einen sehr guten Lauf. Es ist ein Spiel, da kommt es auf die Einstellung an und wie wir in das Spiel reingehen.«

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